Vom Baby Boomer zur Generation Z 14.03.2017, 14:15 Uhr

Das erwarten die 4 Generationen vom digitalen Marketing

Baby Boomer, Generation X, Millenials und Generation Z: Vier unterschiedliche Gruppen, die alle hohe Erwartungen und Ansprüche haben. Wie können Marketer es ihnen wirklich Recht machen?
(Quelle: shutterstock.com/CasPro)
Von Alexander Handcock, Director Global Brand Strategy Selligent
Viele Marketer wissen aus eigener Erfahrung: Die Kunden von heute sind verwöhnter und erwartungsvoller denn je. Und sie wollen alles möglichst umsonst und möglichst sofort - denn sie haben es sich verdient.
Auf neudeutsch ist die Rede vom "Entitled Consumer", dem privilegierten Kunden mit enorm ausgeprägter "Das-steht-mir-zu-Einstellung" und enorm wenig Geduld. Digitale Marketer tun bereits ihr bestes, um diese Erwartungshaltung zu erfüllen und echtes "Consumer First-Marketing" zu bieten.
Aber was erschwerend hinzukommt: Die anspruchsvollen Kunden von heute sind alle unterschiedlich alt und haben ihrem Jahrgang entsprechend ganz eigene Vorstellungen, was ihnen so alles zusteht. Die technikversierte Generation der Millennials verlangt eine komplett andere Ansprache, als Kunden aus der Baby Boomer Generation oder den Generationen X und Z.
Wirkungsvolles Consumer First-Marketing muss also vier Generationen von Kunden ansprechen und zufriedenstellen. Eine Mission Impossible? Jedenfalls kein Kindergeburtstag. Der Selligent-Ratgeber zeigt Charakteristiken aller vier Kunden-Generationen - und wie Marketer es ihnen wirklich Recht machen können.

1. Baby Boomer: Platz für die "coolen Alten"

  • Jahrgang 1945 bis 1964
  • Die gute Nachricht: Im Vergleich zu ihren Vorgängern sind selbst ältere Baby Boomer neugierig auf (technische) Neuheiten und wollen "forever young" bleiben. Sie nutzen weiterhin "junge" Angebote wie Mode, Fitness, Reise und Beauty. Wer diese "coolen Alten" mit relevanten Inhalten und Kampagnen anspricht, kann sich langfristige (Marken-)Treue sichern.

  • Was sie wollen: "forever young" bleiben, handfeste Informationen mit echtem Nutzwert (Coupons, Treueprogramme, regionale Angebote)

  • Große Abneigung: Als "alt" bevormundet werden, Ramschpost, Telefon-Marketing
     
  • Bevorzugte Medien: Tageszeitung, Radio, TV, Facebook

  • Marketing-Geheimtipp: Baby Boomer lieben regionale Coupon-Programme (auch gedruckt) und teilen Daten mit Treueprogrammen. Sie reagieren auf personalisierte Werbung in den sozialen Medien und passende Angebote per Post.

2. Generation X: Von "No Future" zur Elterngeneration

  • Jahrgang 1965 bis 1984
  • Für sie ist E-Mail der zentrale Kommunikationskanal. Nicht jede Marketing-Botschaft darf in die Inbox, aber abonnierte Newsletter werden gelesen. Rund 80 Prozent dieser Kunden kaufen online ein (INMA Report) und verlassen sich dabei auf Rezensionen von anderen Nutzern. Während Facebook an Relevanz verliert, bauen sich viele Mitglieder der Generation X ihre digitale Interessen-Pinnwand auf Pinterest. Vor allem Rezepte, Haushaltsideen und Do-It-Yourself-Ideen stehen hoch im Kurs. Kein Wunder: Viele haben kleine Kinder - von wegen "No Future".

  • Was sie wollen: Zuverlässige, glaubhafte Informationen - am besten Kunden-Reviews oder unabhängige Blogs - und persönlich angepasste, preislich attraktive Angebote.

  • Große Abneigung: Spam! E-Mail ist ihr zentraler Kommunikationskanal, also nicht den Kanal mit Werbung "zumüllen" oder die Frequenz übertreiben.

  • Bevorzugte Medien: Online-Nachrichten, E-Mail-Alerts, Pinterest, TV, Facebook

  • Marketing-Geheimtipp: Bebilderte Inhalte, die schön klickbare "Pins" abgeben - am besten von Bloggern verfasst - und gesponserte Ratgeber-Videos mit Product Placement sind gut investiertes Marketing-Budget.




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