Digitales Marketing
07.11.2014, 13:00 Uhr

Der Native-Advertising-Boom kommt

Ist Native Advertising die Zukunft? Die Werbeform, die sich an das jeweilige Umfeld anpasst, läuft langsam zu Hochform auf und zeigt sich als ein besonders erfolgversprechendes Format.
(Quelle: Shutterstock.com/nmedia)
Werbung wird von den Internetnutzern häufig als störend empfunden. Genau hier setzt das sogenannte Native Advertising an, indem Werbebotschaften im Format an den sie umgebenden Inhalt angepasst werden und somit als Teil der besuchten Webseiten empfunden wird. Dass die Strategie aufzugehen scheint, zeigen jetzt Zahlen, die Business Insider vorlegt.
Die Werbeausgaben für native Ads, so die Prognose, dürften in Zukunft kontinuierlich steigen. Allein für das laufende Jahr prognostiziert Business Insider Ausgaben in Höhe von 7,9 Milliarden US-Dollar. Und dann geht es rasant weiter: Schon für das Jahr 2018 erwarten die Experten Ausgaben in Höhe von 21 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 waren es noch 4,7 Milliarden US-Dollar.
Vor allem soziale native Ads sollen in Zukunft erfolgreich sein, aber auch native Display-Werbung wird wichtiger: Besonders Promoted Tweets bei Twitter und die nativen Anzeigen im Facebook Newsfeed dürften dabei zulegen. Gesponsorte Inhalte, wie sie auf vielen Nachrichtenportalen bereits eingesetzt werden, gewinnen ebenfalls an Bedeutung.
Der Erfolg der nativen Ads gründet sich auf mehreren Faktoren. Generell stehen Nutzer den organisch eingefügten, nativen Werbeformaten positiver gegenüber - solange die Anzeigeninhalte relevant sind und mit den passenden Marken verknüpft werden. Dann performen die nativen Ads besser als traditionelle Display-Formate - vor allem im mobilen Bereich, so ein weiteres Ergebnis der Studie.
In Deutschland startete im Mai 2014 Yahoo mit Native Advertising, das die Ads in das redaktionelle Umfeld einfügt. Auch die Deutsche Bahn setzt auf Native Advertising und schaltete im September 2014 eine großangelegte Kampagne.
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