Customer Journey 10.06.2015, 09:25 Uhr

Marketer wollen Cross-Device-Tracking stärker nutzen

Trotz der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte verwenden Online Marketer Cross-Device-Tracking bislang kaum. Das wollen sie aber ändern - um den Weg des Kunden besser nachvollziehen zu können.
(Quelle: Fotolia.com/violetkaipa)
Mit der gestiegenen mobilen Web-Nutzung steigt auch die Zahl der Gerätewechsel - was die Erfassung der Customer Journey nicht unbedingt einfacher macht. Dennoch nutzen bislang erst 15 Prozent der Verantwortlichen für Online Marketing in Deutschland sogenanntes Cross-Device-Tracking zur Messung des geräteübergreifenden Surf-Verhaltens der Web-User. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie des Technologieunternehmens intelliAd Media, an der im Mai 2015 insgesamt 125 Online-Marketingverantwortliche teilgenommen haben.
Demnach verzichten 71 Prozent der Befragten auf dieses Instrument, wollen es in Zukunft aber einsetzen. Für 14 Prozent hat das Thema allerdings auch in Zukunft keine hohe Priorität. "Nur wer Device-Wechsel seiner Kunden erkennt, kann sie zielgerichtet mit relevanten Inhalten ansprechen und auch die Wirkung seines Cross-Channel-Marketings über Attribution ganzheitlich bewerten", meint Mischa Rürup, Geschäftsführer und COO von intelliAd Media. Einer Analyse des Unternehmens zufolge sind Smartphones und Tablets im Schnitt bereits für fast ein Drittel des Traffics auf Webshops verantwortlich. Der Anteil der Conversions liegt bei mobilen Endgeräten allerdings nur bei neun Prozent - der Großteil, nämlich 82 Prozent, entfällt immer noch auf den Desktop-PC. 

Unterschiede je nach Produktkategorie

Deutliche Unterschiede ergeben sich der Untersuchung zufolge allerdings je nach Produktkategorie. Demnach entfallen bei Bereichen wie Möbel oder Luxusmode bereits 22 Prozent der Conversions auf Smartphones und Tablets, bei Elektronik-Produkten und Mode im mittleren Preissegment schließen Konsumenten ihre Käufe hingegen zu 90 Prozent über den stationären Rechner ab. Allgemein setzen Web-Nutzer Smartphones eher zur Recherche ein und Tablets zum virtuellen Schaufensterbummel. Abgeschlossen wird der Kauf aber am liebsten immer noch über den Desktop-PC. Die Ergebnisse basieren auf einer Analyse von über einer Million Online-Käufen in insgesamt zehn Branchen und Produktbereichen. Zeitraum der Untersuchung war zwischen dem 15. Januar und dem 15. April 2015.

In der Online-Werbung lässt sich inzwischen jeder Touchpoint auf dem Weg des Kunden zum Kauf analysieren. Das sind die am meisten verbreiteten Modelle zur Messung von Display-Marketing.

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