Content Marketing 05.12.2014, 12:50 Uhr

Tipps für erfolgreiche Native-Ad-Kampagnen

Für Native-Advertising-Kampagnen, also Werbe-Content, der sich harmonisch in das redaktionelle Umfeld einfügt, braucht es nicht nur gute Inhalte. Drei Tipps, um die Marke positiv aufzuladen.
(Quelle: Fotolia.de/Bayshev)
Jeder vierte Internet-Nutzer bezahlt für Inhalte, die er auf Online-Medien konsumiert, so eine Studie von Contently. Ob bezahlt oder nicht, klar ist: Nur guter, unterhaltender Content wird auch tatsächlich vom Nutzer angeschaut. Wer so genannte Native Ad-Kampagnen schaltet, braucht aber nicht nur gute Inhalte. Marcel Hollerbach, Geschäftsführer IT der NativeAds GmbH, gibt drei  Tipps, wie Unternehmen mit Native Ads das Marken-Image verbessern und das Vertrauen des Nutzers gewinnen können.
 
1. Kampagnenziele definieren
Halten Sie Ihre Ziele im Blick. Wichtige Ziele können sein:
 
a) Verweildauer und Engagement
Je höher die Verweildauer, desto wahrscheinlicher ist es, dass man mit seinen Inhalten den Nerv der Nutzer wirklich getroffen hat. Sie ist darüber hinaus eine gute Orientierung für die Themenplanung zukünftiger Kampagnen. Eine hohe Engagement-Rate ergibt sich dann fast von selbst, denn zielgruppenspezifische Inhalte fesseln, laden zum Verweilen ein und werden eher geteilt oder kommentiert.
b) Page Impressions
Je mehr Page Impressions, desto besser haben die Überschrift und der Vorspann des Artikels funktioniert und den Nutzer zum Klick animiert. Springen Nutzer schnell wieder ab, hat die Headline mehr versprochen als gehalten. Das kann zu Frust führen.
c) Social Media Sharing
Wie oft wurde mein Brand-Content geteilt? Je mehr Shares und Likes, desto unterhaltender ist der Content.
d) Brand Lift
Hat das positive Umfeld Abstrahleffekte auf meine Marke? Indikatoren für die Wirkung der Kampagne auf den Brand Lift sind zum Beispiel die Anzahl Fans, Follower oder Abonnenten in sozialen Netzwerken. Möchte man qualitative Aussagen über die Markenbeliebtheit oder -bekanntheit erhalten, bieten sich klassische Umfragen, zum Beispiel über ein Online-Panel oder die eigenen Kommunikations-Kanäle an.
e) Kommentare
Wie auch bei den Social Media Sharings gilt: Je mehr Kommentare, desto besser hat der Content die Nutzer erreicht. Lernen Sie aus positiven und negativen User-Kommentaren für ihre weitere Themen- und Formatplanung.
 
2. Targeting


Spezifizieren Sie Ihre Zielgruppe. Durch die technische Auslieferung der Native Ads über einen Adserver kann Content erstmals auch mit einem für Display typischen Targeting versehen werden. So lassen sich auch Native Ads mit der Vorgabe eines Channels (zum Beispiel „Finanzen“) oder mit Frequency Caps buchen, also einer festgelegten Häufigkeit, mit der einem Besucher die Anzeige innerhalb eines bestimmten Zeitraums angezeigt wird. Zudem lassen sich eigene Targeting-Informationen hinzufügen. Auch die Auswahl der Tages- oder Wochenzeit ist möglich. Der Vorteil des gezielten Targetings liegt auf der Hand: Keine Streuverluste. Die Native Ads werden nur an Leser ausgeliefert, die eine hohe Affinität zu den präsentierten Inhalten hat.
 
3. Call-to-Action

Um das Engagement gezielt zu fördern und den Content möglichst nutzwertig zu gestalten, muss am Ende einer Native Ad ein klarer Call-to-Action stehen. Die Platzierung dieses Call-to-Action ist wichtig: Geht er irgendwo im Text unter, verfehlt er seinen Zweck, denn die Handlungsaufforderung dient oftmals als letzter Schubser, sich intensiver mit der Marke oder dem Produkt auseinanderzusetzen. Als Call-to-Action können beispielsweise ein Vergleichsrechner, ein Formular für eine Terminvereinbarung, eine Newsletter-Anmeldung oder eine Aufforderung dienen, den Content mit Links zu Facebook, Twitter und Pinterest zu teilen.
Durch das Einbetten der Native Ads in die Inhalte empfinden die Nutzer die Werbung als besonders relevant, so eine Studie von Yahoo. Außerdem erinnern sie sich besser an die Werbebotschaft.



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