Mangelndes Verständnis 13.01.2016, 08:00 Uhr

Big Data bleibt Marketing-Neuland

Die Auswertung von Nutzerdaten für Marketing-Zwecke ist reizvoll für Unternehmen. Trotzdem offenbart eine Studie, dass viele deutsche Manager das Potenzial verkennen.
Das Themengebiet "Big Data" ist laut Studie bei vielen Unternehmen nicht fest verankert
(Quelle: Shutterstock.com/Rawpixel.com)
Big Data ist ein Buzzword, das seit einiger Zeit durch die Weiten der Marketing-Welt geistert. Eine konkrete Vorstellung davon, was sich hinter der Thematik versteckt, haben offenbar nicht alle Marketing-Verantwortliche. Das geht aus einer Befragung von T-Systems Multimedia Solutions in Zusammenarbeit mit der Hochschule Reutlingen hervor.

Keine Relevanz

Bei der Betrachtung der Studienergebnisse wird deutlich, dass hierzulande Big Data keine große Rolle spielt. Lediglich ein Drittel der Befragten gibt an, dass durch den Einsatz von Big Data strategische Vorteile für das eigene Unternehmen entstehen können.
Die gleiche Anzahl an Managern ist davon überzeugt, dass die Auseinandersetzung mit Daten zu Marketing-Zwecken keine Relevanz für die eigene Strategie hat. Die letzten 33 Prozent trauen sich keine Bewertung der Bedeutung von Big Data zu.

Keine Auswertung

Beim Nutzen zeichnet sich ein klares Bild ab. Die Vorteile sind - so die Studienteilnehmer - eine bessere Analyse der Kundenbedürfnisse (85 Prozent), eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit (75 Prozent) und eine bessere Kundenbindung (64 Prozent).
Wer von den gewonnen Daten profitieren möchte, um die Customer Journey zu untersuchen und die Marketing-Maßnahmen zu optimieren, muss sich mit den gesammelten Daten auseinandersetzen. Doch das machen nur wenige Unternehmen in Deutschland. Ein Knackpunkt.
Laut Untersuchung wertet nur ein Drittel der Befragten die Daten regelmäßig aus. Eine Echtzeit-Auswertung gibt es lediglich bei 13 Prozent. Insbesondere der letzte Punkt ist jedoch von großer Relevanz, um auf das Nutzerverhalten spontan reagieren zu können.

Keine Zuständigkeit

Ein Grund für die existierende Problematik könnte darin liegen, dass es keine klare Aufgabenzuteilung gibt. Jedes vierte befragte Unternehmen hat keinen konkreten Ansprechpartner für Big Data. Häufig übernehmen Führungskräfte wie der Chief Marketing Officer (CMO) oder der Chief Executive Officer (CEO) die Betreuung des Themas.
Für die Studie wurden zwischen Juli und September 2015 insgesamt 108 Marketing-Manager von mittelständischen und großen Unternehmen aus Deutschland zur Bedeutung von Big Data befragt.

Das ist so verrückt, man glaubt es kaum. Feuer, Rasenmäher, feinste Abschminklotion und ein Amiga 600 - die haarsträubendsten Datenrettungsaktionen des Jahres 2015.

In seinem Beitrag bei den "Expert Insights" erklärt Markus Kellermann, dass Betrug im Performance-Marketing nach wie vor ein Thema ist. Ein Ansatz zur Lösung des Problems ist seiner Meinung nach Big Data.



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