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Social Media wird überschätzt

Studie beweist: Für Kaufentscheidungen sind Empfehlungen auf Preisvergleichsseiten wichtiger

Soziale Netzwerke wie Facebook und StudiVZ finden zwar auch in Deutschland immer mehr Zulauf. Diese wachsende Popularität zieht aber nicht, wenn es um die Bewertung von Produkten und Dienstleistungen geht.

Mehr als 60 Prozent aller Internet-Nutzer in Deutschland lesen Produktbewertungen in Preisvergleichsportalen wie Billiger.de oder Geizhals, Meinungsportale wie Idealo oder Ciao kommen immer noch auf über 40 Prozent. Gemessen daran fallen Social Networks mit 12,9 Prozent deutlich ab, dicht gefolgt von Weblogs, in denen nur noch jeder zehnte Surfer Bewertungen findet, die ihm bei einer Kaufentscheidung helfen können – für die häufig überaus selbstbewusst auftretenden Blogger dürfte das eine herbe Enttäuschung sein.

Diese Zahlen stammen aus der aktuellen W3B-Studie, die das Hamburger Marktforschungsinstitut Fittkau&Maaß in Zusammenarbeit mit INTERNET WORLD Business durchgeführt hat. Darin wurden über 126.000 deutschsprachige Internet-Nutzer zu ihren Surfgewohnheiten befragt.

Nutzermeinungen im Netz spielen inzwischen für die Mehrheit der Surfer eine wichtige Rolle. 87,5 Prozent aller befragten Internet-Nutzer lesen Bewertungen anderer Surfer wenigstens gelegentlich, fast jeder Vierte liest sie mindestens einmal pro Woche.

Ein Volk von Produktbewertern sind die Deutschen damit aber noch nicht: Mehr als 60 Prozent aller Surfer haben noch nie eine Kundenempfehlung abgegeben, häufig (also mehr als einmal pro Woche) tun dies nur 2,4 Prozent. Diese kleine Gruppe ist aber gleichzeitig auch die, die das Web 2.0 vorantreibt: Sie veröffentlicht überdurchschnittlich häufig Fotos im Netz, schreibt Blog-Beiträge oder stellt Videos auf Youtube ein. Außerdem sind die aktiven Bewerter eine sehr attraktive Kundengruppe: markenbewusst, trendbewusst und dabei nicht übertrieben preissensibel. Mehr über die Studie lesen Sie auf Seite 12. fk

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