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SEO auf dem Vormarsch

Umfrage zeigt starken Nachfrageschub unter Marketern

Die sprachliche Nähe zu SEM (Suchmaschinenmarketing) täuscht: SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist ein eigenes, ganz spezielles Thema. Um eine Website so zu optimieren, dass sie bei Suchanfragen potenzieller Kunden wirklich auf den ersten Plätzen im Natural Ranking landet, ist viel Know-how erforderlich. Erfolgreiches SEO gleicht in weiten Teilen einer Geheimwissenschaft, denn schließlich lässt sich Google mit seinem Suchalgorithmus nur sehr begrenzt in die Karten schauen.

Dennoch optimiert inzwischen ein Drittel aller Online-Unternehmen (31 Prozent) aktiv ihre Websites für Google, das ergab eine Umfrage der Berliner SEO-Agentur SEO Maxx auf der OMD 2008 in Düsseldorf. Erstaunlich an der Zahl ist weniger der absolute Wert, sondern die Dynamik, die sie beinhaltet: Denn im Januar 2008 hatte der BVDW in einer Umfrage nur einen Wert von 19,5 Prozent ermittelt. Und die Unternehmen, die derzeit noch keine eigenen Erfahrungen besitzen, wollen nicht tatenlos zuschauen: 68 Prozent von ihnen planen für 2009 den Einstieg ins SEO.

Ein Drittel will aufstocken

Von den Unternehmen, die bereits Suchmaschinenoptimierung betreiben, ist ein großer Teil über das Anfangsstadium inzwischen offenbar hinaus: Nur ein Drittel aller Umfrageteilnehmer beziffert das monatliche Budget für SEO mit weniger als 5.000 Euro. Immerhin jedes sechste befragte Unternehmen gibt demzufolge mehr als 20.000 Euro pro Monat für die Optimierung der eigenen Position im Natural Ranking aus. Die größte Gruppe, nämlich 32 Prozent, war dem Bereich "bis 10.000 Euro pro Monat" zuzuordnen.

Budgets dieser Größenordnung setzen voraus, dass SEO und der Bedeutung dieser Maßnahme ein hoher Stellenwert zugesprochen werden. Deshalb verwundert es nicht, dass nur sieben Prozent der Befragten angaben, ihr SEO-Engagement im nächsten Jahr verringern zu wollen. Die Mehrheit, 60 Prozent, will ihr SEO-Budget unverändert lassen, immerhin ein Drittel aller Befragten (33 Prozent) plant für 2009 eine Aufstockung.

Spezialisten für große Budgets

Welchen Dienstleister ein Unternehmen für sein SEO-Projekt auswählt, hängt eng mit der Höhe des zur Verfügung stehenden Budgets zusammen. Die Firmen, die 2.000 Euro und weniger im Monat für SEO ausgeben, beauftragen damit meist ihre "Haus-und-Hof-Agentur", Dienstleister, mit denen sie ohnehin schon zusammenarbeiten. Bei den größeren Budgets dominieren dann die Spezialisten. 70 Prozent aller Unternehmen, die mehr als 20.000 Euro pro Monat für SEO ausgeben, beauftragen damit eine spezialisierte SEO-Agentur, der Rest greift auf die Dienste einer Onlinemarketing-Agentur zurück. Die bereits erwähnte "Haus-und-Hof-Agentur" hat in diesem Bereich keine Bedeutung mehr.

Auch die Art der Suchmaschinenoptimierung hängt vom Budget ab. Je weniger Geld, desto weniger Suchbegriffe, auf die eine Website optimiert wird. Mehr als 50 Suchbegriffe gaben nur Unternehmen an, die 10.000 und mehr Euro pro Monat für SEO ausgeben. Dabei, so fanden die Studienautoren heraus, optimiert nur noch die Hälfte aller Firmen auf generische Suchbegriffe wie "Handy", "Hotel" oder "mp3". Diese Worte bringen zwar viel Traffic, aber wenig Conversion. fk

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