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trends & strategien

Gute Tropfen aus dem Netz

Den Winzern und Weinhändlern Deutschlands einen Onlinemarktplatz zu bieten, haben sich Annette Seim und Holger Hain vorgenommen. Die Gründer arbeiten in München am Start von Vinorio: "Das soll ein Special-Interest-Portal mit redaktionellem und User Generated Content sowie E-Commerce-Anteilen werden", erklärt Seim. "Das Erlösmodell basiert auf Provisionen und Mediavermarktung."

Noch ist der Start angekündigt, doch auch ohne Vinorio gewinnt der Weinhandel im Netz an Fahrt. In den USA hat Snooth bewiesen, dass sich nun auch Investoren für das Thema interessieren. Der Weinhändler gewann eine Million US-Dollar zum Aufbau seiner Plattform. In Deutschland wurde der Markt einmal nicht von Gründern, sondern von Delikatessenhändlern und Weinfilialisten wie Dallmayr, Rindchen, Hawesko oder Jaques Weindepot besetzt. Die erzielen pro Jahr mit dem Onlineversand von guten Tropfen Erlöse von rund 45 Millionen Euro. Unter den Start-ups hat sich allerdings Aromicon einen Namen gemacht. Das Unternehmen verkauft seit 2007 aus Halle Weine im Internet. Vinorio dürfte es schwer haben, sich seinen Platz auf dem Markt zu erkämpfen. Die Konzentration auf Winzer und spezialisierte Händler ist bisher jedoch noch einzigartig. vs

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