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Neue Serie: Web-Analytics

Das 1x1 der SEO-Texte

Content is King! Der Ausspruch ist ein alter Hut, und ist doch aktueller denn je. Dieses Motto beinhaltet ­alles, was man für nachhaltig erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung benötigt: hervorragende Inhalte

Das einfachste Rezept für eine Optimierung ist zugleich das schwierigste: Schaffen Sie gute Inhalte! Jede Suchmaschine dieser Welt wird langfristig Webseiten mit relevanten Inhalten bevorzugen. Ein grundlegender Rat lautet ­daher: Die Inhalte Ihrer Website sollten thematisch immer in Ihrem Kompetenzbereich angesiedelt sein. Auch wenn andere Themen gerade aktuell oder trendy sind, bleiben Sie bei den Themen, von denen Sie etwas verstehen. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie einen Mehrwert für den Leser schaffen und Ihre Texte einen Informationsgehalt aufweisen müssen. Schließlich geht es ja für Ihre Leser darum, Inhalte zu dem Thema zu finden, nach dem sie gesucht haben. Nur wenn die Mitglieder Ihrer Zielgruppe diese Suchinhalte bei Ihnen finden, kommen sie auch zurück auf Ihre Seite.

Unique vs. Duplicate Content

Gerade bei Texten, die für einen Internetauftritt bestimmt sind, ist es wichtig, dass diese einzigartig sind. Textinhalte werden von Suchmaschinen nur einmal indexiert – das ist vor allem im Interesse der ­Suchenden. Schließlich ist es nicht in seinem Sinne, dass ihm aufgrund einer Suchanfrage mehrfach ein identischer Inhalt (also Text) angezeigt wird. Daher sollten Ihre Texte nicht von anderen Seiten oder Anbietern kopiert oder abgeschrieben werden. Dies ist zum Beispiel oft bei Web­shops der Fall. Die Betreiber beziehen ihre Produktbeschreibungen direkt vom Hersteller und übernehmen diese unverändert. Da dies fast jeder Webhändler so macht, entsteht Duplicate Content, der von den Suchmaschinen nicht optimal gefunden werden kann. Ratsam ist es daher, Texte zu verwenden, die eigens für Ihren Internetauftritt hergestellt worden sind. Nur so kann ein bestmögliches Auffinden der Webseite garantiert werden.

Die richtige Textlänge


Gut strukturierter Text kommt besser an
Google und auch andere Suchmaschinen indexieren ganze Webseiten auf Dokumentenbasis und nicht einzelne Textabschnitte. Kürzere Textdokumente haben tendenziell weniger Gewicht als längere Dokumente. Achten Sie also darauf, dass Ihre Texte 250 bis 400 Wörter lang oder sogar noch länger sind, sofern Sie ­unter einer bestimmten URL nur einen bestimmten Text online stellen möchten. Hier kann es auch sinnvoll sein, mehrere kürzere Texte in einem Webdokument zusammenzufassen und dieses, mit Zwischenüberschriften versehen und in mehrere Abschnitte unterteilt, online zu stellen. Achten Sie im Fall einer Zusammenfassung aber unbedingt auf den Kontextbezug der verwendeten Keywords und Inhalte.

Keyword-Dichte

Zur optimalen Keyword-Density gibt es verschiedene Theorien. Möchten Sie Ihre Textdokumente langfristig indexiert wissen und diese neben Ihrem Informations­charakter auch für die nachhal­tige Optimierung Ihrer Websites nutzen, so sind zwei wichtige Punkte zu beachten: Einerseits gilt es, die bestehenden Inhalte ständig um neue zu ergänzen, also die Internetpräsenz häufig zu aktualisieren, gleichzeitig sollen aber zeitlose Texte mit geringem Aktualitätsbezug eingesetzt werden. Verzichten Sie also auf Datumsangaben oder die Erwähnung politischer Ereignisse und nennen Sie keine speziellen Events wie ein bestimmtes Konzert in ­einer bestimmten Stadt. Schreiben Sie besser mit einer gewissen Unverbindlichkeit, ohne Zeitbezug wie "im Frühjahr bieten Rockkonzerte vielen Touristen ein spannendes Unterhaltungsprogramm".

Andererseits ist es wichtig, dass Sie Ihre Texte nicht so stark mit Keywords füllen, dass sie überoptimiert wirken. Die Zeiten, in denen Keyword-Stuffing ein probates Instrument war, sind vorbei. Google arbeitet mit verschiedenen Heuristiken sowie manuellen Stichproben, um Keyword-Stuffer zu identifizieren und im Ranking abzustrafen. Empfehlenswert ist eine Keyword-Dichte von zwei bis vier Prozent, ­bezogen auf das gesamte Dokument. Hier sind Bild- oder Titel-Tags schon mit eingerechnet. Planen Sie also zu einem bestimmten Thema einen circa 400 Wörter langen Text zu veröffentlichen und möchten ein bestimmtes Keyword hier zur nachhaltigen Optimierung platzieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Bestimmen Sie die Gesamtwortzahl ­Ihres Dokuments inklusive der Metatags und Bildunterschriften. In unserem Beispiel erreichen wir so 440 Wörter.<
  • Wählen Sie eine defensive Keyword-Dichte für dieses Dokument aus, um eine langfristige Indexierung zu gewähr­leis­ten – beispielsweise 2,5 Prozent. <
  • Die Wiederholungshäufigkeit Ihres Keywords berechnen Sie so: 440 x 2,5% = 11.<

Wenn Ihr Keyword nun also elf Mal im ­gesamten Dokument vorkommen soll, dann verteilt sich dieses acht Mal im eigentlichen Fließtext und drei Mal in den Metatags. Für den nachhaltigen Erfolg Ihrer Texte ist es ­definitiv wichtiger, dass der Leser sie mag, und nicht, dass sie vom Crawler der Suchmaschine kurz­fristig gut gerankt werden.

Metatags


Fette oder kursive Schrift wird von modernen Suchmaschinen erkannt und berücksichtigt
Verwenden Sie sogenannte Metatags bei der Erstellung Ihrer Webseitentexte und versuchen Sie, in diesen Ihre Keywords unterzubringen. Auch hier ist wieder Augenmaß gefragt – das Keyword sollte nur einmal in jedem Metatag vorkommen und möglichst am Anfang stehen. Aber auch hier ist ­Augenmaß gefragt. Verwenden Sie Ihr Haupt-Keyword auf keinen Fall in jedem Metatag als das erste Wort. Dies ist auch für eine Maschine leicht zu identifizieren und könnte Ihrem Webauftritt zum Nachteil gereichen. Wichtige Metatags sind die Meta Description, das Title-Tag oder auch Alt-Tags bei Bildern.

Qualität & Quantität

Bei guten Texten kommt es auf Qualität an – das gilt für Webseitentexte ebenso. Hier ist besonders die technische und sprachliche Qualität der Texte gemeint. Gute Texte sollten beim Lesen Spaß machen und grammatikalisch sowie orthografisch richtig sein. Schreiben Sie für die Leser – und nicht für die Suchmaschine. Achten Sie darauf, einen Informations- beziehungsweise Unterhaltungswert für Ihre Leser zu schaffen. Bauen Sie einen Spannungsbogen auf und erzeugen Sie auf diese Weise eine lange Verweildauer auf Ihren Seiten. Hier sind journalistische Artikel das beste Vorbild. Fassen Sie die wich­tigsten Fakten Ihres Beitrags in einem ­Teaser zusammen (aber ohne Ihr Fazit vorwegzunehmen) und positionieren Sie diese Zusammenfassung am besten fett ­gesetzt unter Ihrer Hauptüberschrift, sodass sie einfach und deutlich zu lesen ist. Auf diese Weise können Ihre Leser sehr schnell einschätzen, ob sie das Thema wirklich interessiert und es sich lohnt, weiterzulesen. Wenn Sie Bedarf an größeren Textmengen haben, benötigen Sie eine professionelle Redaktion oder Sie sollten sich einen erfahrenen Dienstleister suchen.

Interne Verlinkung


Gut verlinkt: Auch interne Links werden von Suchmaschinen gern gesehen
Wenn Sie verschiedene Beiträge oder Artikel zu ähnlichen Themen auf Ihrer Webseite haben, ist es zielführend, diese aus dem Text heraus untereinander zu verlinken. So schaffen Sie einen informativen Mehrwert für Ihre Leser und können diese auch länger auf Ihren Webseiten halten. Allerdings sollten Sie hierbei nicht zu viel des Guten wollen und wohldosiert arbeiten. Ein bis zwei Links aus einem interessanten Artikel auf einen anderen Beitrag Ihres Internetauftritts ­reichen völlig aus. Der verlinkte Begriff sollte sich zudem in dem Zielbeitrag auch mit einer gewissen Häufigkeit wiederfinden, damit der Kontext auch für eine ­Maschine nachvollziehbar bleibt. Wenn Sie also aus einem Artikel über ein bestimmtes Automodell auf die Kategorieseite Ihres Felgenshops verlinken wollen, dann ist es sinnvoll auf dem Wort "Felgen" in dem Ursprungstext auch den entsprechenden Link zu setzen. Vermutlich wird die Verknüpfung von relevanten Inhalten, die in einer thematischen Beziehung zueinander stehen, in Zukunft bei der Indexierung und Optimierung von Internetseiten eine immer größere Rolle spielen. Eine kontextbezogene interne Verlinkung kann hierzu ihren Beitrag leisten.

Semantische Räume

Suchmaschinen analysieren bei der Indexierung verstärkt die sprachlichen Muster innerhalb eines Textes, wie etwa die Beziehung bestimmter Wörter zueinander. Dieses Vorgehen wird mit dem Begriff "Latente Semantische Analyse" (Latent Semantic Analysis) bezeichnet. Beispiel: Wir suchen bei Google nach Informationen über "George Lucas". Sogleich werden mehrere Millionen Treffer angezeigt. Das oberste Ergebnis ist selbstverständlich nicht das, in dem der Name "George Lucas" am häufigs­ten genannt ist, denn die Suchmaschine betrachtet nicht den isolierten Begriff, sondern vor allem das sprachliche Umfeld. So tauchen im Zusammenhang mit dem Namen auch Schlagwörter wie "Produzent", "Drehbuchautor", "Regisseur", "Star Wars", "Indiana Jones" oder "Kino" auf. Und diese Liste von relevanten Begriffen bildet das sprachliche Umfeld, den semantischen Raum zum Suchbegriff "Georg ­Lucas". Achten Sie bei der Texterstellung also auf die Verwendung von Begriffen aus dem semantischen Raum Ihrer Keywords. Versuchen Sie Synonyme oder Abwandlungen Ihres Keywords zu benutzen, aber beschränken Sie sich nicht nur darauf. Wichtiger ist die Nennung weiterer thematisch verwandter Begriffe zu Ihrem Keyword. Ist Ihr Keyword zum Beispiel "Star Wars", sollten Sie auch Begriffe wie "Kinostart", "Laserschwert", "Episode II" oder "Trailer" verwenden. Bitte treiben Sie aber auch die semantische Textoptimierung nicht auf die Spitze. Sinnfreie Texte, die nur aus einer Anhäufung von Synonymen und themenverwandten Begriffen bestehen, werden nicht lange im Index bleiben und in Zukunft wohl gar nicht mehr indexiert werden. Vermutlich werden die semantischen Räume der indexierten Texte aber in Zukunft noch stärker Beachtung finden – auch weil sich so durch gezielte Werbung mehr Geld verdienen lässt.

Fazit

Die Erstellung von suchmaschinenoptimierten Texten ist nicht trivial. Bei der ­Optimierung sind Sachverstand, Sprachgefühl und Augenmaß gefragt. Besucher werden nur dann auf Ihre Webseiten ­zurückkehren, wenn Sie dort eine gute Kombination aus Informationsgehalt und Unterhaltungswert vorfinden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass Ihre Texte auch gefunden werden. Also geben Sie sich ­Mühe bei der Texterstellung – Ihre Nutzer werden es Ihnen danken.

Arne Stoschek

Besser texten für SEO & SEM

Lernen Sie in unserer dreiteiligen Serie, wie Sie Ihre Texte suchmaschinenfreundlich aufbereiten und wie Ihre Adwords den optimalen Effekt erzielen:

  • Texten für SEO, Ausgabe 15/2009<
  • Texten für SEM, Ausgabe 16/2009<
  • Texten fürs sematische Web, Ausgabe 17/2009<

Alle bereits erschienenen Folgen können Sie unter www.internet world.de/webcode mit dem Webcode 0915036 kostenlos herunterladen.

Der Autor: Arne Stoschek

Arne Stoschek ist Gründer und Geschäftsführer von Textprovider (www.textprovider.de), einem Spezialanbieter für Keyword-optimierte Artikel. Ein Pool von über 500 Textern und Lektoren ­erstellt für die unterschiedlichsten Kunden auf Google zugeschnittene Texte. Ein aktueller Trend ist laut ­Stoschek "die regionale Optimierung".

Textstruktur und Textauszeichnung

Arbeiten Sie nicht nur mit einer Überschrift und einem einfachen Fließtext. Ihre Leser lieben Strukturen und Hervorhebungen. Und auch die modernen Suchmaschinen-Crawler beachten diese Besonderheiten innerhalb der Texte. Verwenden Sie also eine Hauptüberschrift und mehrere Textabschnitte, denen ­jeweils wieder eine Subüberschrift vorangestellt ist. Nutzen Sie Hervorhebungen. Fett und ­kursiv markierte Textteile werden von den Suchmaschinen wahrgenommen und von ­diesen positiv bewertet, wenn sie sinnvoll ­angewendet werden. Heben Sie nur wichtige Informationen oder Zusammenfassungen hervor. Arbeiten Sie mit Bulletpoints oder Aufzählungen und vergessen Sie nicht, gerade Ihre Keywords auch an diesen besonderen Stellen des Textes hervorzuheben. Für eine gute Positionierung kann es durchaus hilfreich sein, auf die eine oder andere Wiederholung Ihres Haupt-Keywords zu verzichten, es aber dafür an den richtigen Stellen des Dokuments unterzubringen. Erwähnen Sie Ihr Keyword in der Hauptüberschrift und in mindes­tens einer weiteren Subüberschrift. Oder setzen Sie es an einer bestimmten, für den Leser relevanten Textstelle kursiv oder fett. So erkennt der Crawler neben der reinen Keyword-Dichte Ihres Dokuments den Stellenwert bestimmter Keywords aus dem strukturellen Kontext heraus und berücksichtigt dies entsprechend bei der Bewertung.

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