Mediennutzung 14.12.2015, 09:20 Uhr

"Multi-Screener" werden immer anspruchsvoller

Wer die Aufmerksamkeit der Mediennutzer gewinnen will, muss es mit immer mehr Screens und Angeboten aufnehmen. Schon wegen Kleinigkeiten klicken die anspruchsvollen Konsumenten weg.
Mediennutzer langweilen sich schnell
(Quelle: shutterstock.com/Goodluz)
Mit einer zunehmenden Anzahl von benutzten Geräten und Medieninhalten sind auch die Ansprüche der Konsumenten gestiegen. Schon kleine Fehler beim Design und Angebote, die nicht auf mobile Geräte angepasst sind, werden mit Wegklicken bestraft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "State of Content - Expectations on the Rise". 
Demnach nutzen deutsche Konsumenten durchschnittlich fünf Geräte und elf Medienquellen pro Tag. Drei von zehn Befragten ist dabei der Unterhaltungswert einer Nachricht wichtiger als die inhaltliche Genauigkeit. Bei den sogenannten Millennials trifft dies sogar auf vier von zehn Befragten zu. Mehr als drei Viertel, nämlich 77 Prozent, klicken weg und wechseln zu einem anderen Screen, wenn ihnen Bildauswahl und Layout visuell nicht attraktiv genug sind. 67 Prozent tun dies, wenn ihnen die Inhalte zu lang sind, und 78 Prozent klicken weg, wenn die Bilder zu langsam laden.

Skepsis gegenüber Marken

Besonders gegenüber Inhalten, die Marken produziert haben, sind die User skeptisch. 65 Prozent geben an, am ehesten Inhalten von Familienmitgliedern oder Freunden zu vertrauen. Für die Studie hat Edelman Berland im Auftrag von Adobe insgesamt 2017 Deutsche über 18 Jahren befragt, die Medien mit mindestens einem digitalen Gerät konsumieren. Zeitraum der Online-Befragung war September 2015.

Finanzierung von Inhalten, Reichweitensteigerung, Stellenabbau: Der Journalismus steht im Online-Zeitalter vor zahlreichen Herausforderungen. Zehn große Entwicklungen, die die Medienbranche umtreiben.

In Deutschland sind rund 80 Prozent online. Mehr als die Hälfte davon nutzt laut der ARD/ZDF Onlinestudie 2015 das mobile Internet. Aktuelle Trends sind Bewegtbild - und Audio. Zu diesem Ergebnis kommt die ARD/ZDF Onlinestudie 2015.


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