Mobile Payment 04.06.2014, 15:01 Uhr

Paymey launcht neue Bezahl-App

Der heiß umkämpfte Mobile-Payment-Markt ist um einen Player reicher geworden: Das 2013 gegründete Start-up Paymey hat seine Bezahl-App für Shops und den stationären Handel an den Start gebracht.
(Quelle: Fotolia/babimu)
Über die App können Nutzer auf verschiedene Weise Transaktionen tätigen. Um in einem stationären Laden zu bezahlen, generiert die App einen Barcode, den das Kassenpersonal scannt. Der Käufer bestätigt den Betrag und löst damit den Zahlungsvorgang aus. Nötig sind ein Kassenterminal mit Barcode-Scanner und einer Internetverbindung sowie die Paymey-Software. Für eine solche Transaktion am PoS fällt eine Gebühr in Höhe von einem bis 1,2 Prozent des Transaktionsvolumens, mindestens aber 0,35 Euro, an. Eine Kostensenkung von bis zu 50 Prozent gegenüber Kreditkartenzahlungen, so das Versprechen des Unternehmens mit Sitz in Welzheim und einer Repräsentanz in Berlin.
In Online-Shops können Zahlungen über einen QR-Code abgewickelt werden, der nach der Auswahl von Paymey als Bezahlverfahren auf dem Bildschirm erscheint. Diesen scannt der Online-Shopper mit der App und autorisiert die Zahlung mit einem Klick. Der Vorteil für den Käufer: Er muss sich nicht im Shop registrieren und muss keine Adressdaten eingeben. Die nötigen Daten werden über eine API von Paymey an den Shop übermittelt. Die Kosten liegen auch hier bei 1,2 Prozent des Transaktionsvolumens.
Darüber hinaus kann Paymey auch zum direkten Abverkauf von Waren beispielsweise über Werbeplakate, Flyer, Anzeigen oder ähnliches eingesetzt werden. Dazu wird ein QR-Code neben dem beworbenen Produkt aufgedruckt. Der Käufer muss diesen lediglich abscannen und die Zahlung freigeben. Über Redirectet Landing Pages können diese Käufer nach dem Bezahlen direkt in den Shop weitergeleitet und kundenspezifisch mit weiteren Produktenangeboten versorgt werden.
Auch der Geldtransfer zwischen zwei mobilen Endgeräten ist möglich, so dass Kleinstunternehmer wie etwa Gemüseverkäufer Zahlungen annehmen können. Dieser sogenannten "Quickphone Transfer" steht auch Privatpersonen zur Verfügung, für diese sogar kostenlos. Die App ist bislang nur für iOS-Geräte verfügbar.
Paymey bietet damit eine vergleichbare Lösung an wie Paypal oder Yapital. Auch über die Paypal-App kann mittels QR-Code bezahlt werden. Yapital hat unlängst ebenfalls das direkte Bezahlen eines Artikels über einen QR-Code auf einem Werbeplakat eingeführt.

Welche Zahlarten wünschen sich deutsche Kunden in Online-Shops? Und wie bezahlen sie mobil? Bezahlen Frauen anders als Männer? Kennen Online-Shopper neue Verfahren wie Yapital? Der Markt im Überblick.


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