Medienbericht
13.04.2015, 16:15 Uhr

Nokia plant Verkauf von Kartendienst Here

Nokia will angeblich seine Navigationssparte Here verkaufen. Als mögliche Käufer werden der umstrittene Fahrtdienstvermittler Uber und deutsche Automobil-Hersteller genannt. 
(Quelle: Nokia)
Der finnische TK-Konzern Nokia denkt angeblich über den Verkauf seines Kartendienstes Here nach.Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, könnten durch die Erlöse andere Bereiche des Unternehmens gestärkt werden - die Rede ist beispielsweise von einer möglichen Übernahme von Teilen des französischen Netzwerk-Konkurrenten Alcatel-Lucent. Möglich wäre auch, dass Nokia das Geld zum Schuldenabbau verwendet.
Als mögliche Interessenten nennt Bloomberg - neben dem umstrittenen Fahrtdienstvermittler Uber - auch eine Gruppe deutscher Automobil-Hersteller. Erste Gebote könnten bereits in diesem Monat eintreffen, hieß es weiter.
Here entstand durch die Übernahme des Kartenanbieters Navteq, für den die Finnen im Jahr 2008 satte 8,1 Milliarden US-Dollar auf den Tisch geblättert hatten. Aktuell wird die Navigationssparte mit rund 2 Milliarden US-Dollar bewertet, hat also deutlich an Wert verloren. Im vergangenen Jahr machte Here einen Umsatz von 969 Millionen Euro, wegen Abschreibungen lag der operative Verlust allerdings bei 1,24 Milliarden Euro.
Here Maps zählt zu den beliebtesten Navi-Diensten auf dem Smartphone. Die App ist für Windows Phone, Android und iOS verfügbar und punktet durch die Möglichkeit, komplette Länderkarten herunterzuladen und offline für die Navigation verfügbar zu machen.
Google hat eine neue Statistik zur weltweiten Verbreitung seines mobilen Betriebssystems Android veröffentlicht. Demnach macht sich die aktuelle Version Lollipop immer noch vergleichsweise rar: Gerade einmal 5,4 Prozent aller Nutzer, die im Zeitraum vom 31. März bis einschließlich 6. April 2015 auf den Google Play Store zugegriffen haben, hatten diese auf ihrem Gerät installiert.
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