Connected Commerce 01.02.2016, 08:01 Uhr

Thorben Fasching verlässt hmmh 

Er galt als einer der prägenden Köpfe von hmmh. Jetzt verlässt Thorben Fasching die Bremer Digitalagentur und wechselt zur Reply-Gruppe. Im Fokus: Neue Lösungen für die Connected Devices der Zukunft.
Thorben Fasching, scheidender Director Marketing & User Experience bei der Bremer Digitalagentur hmmh und Mitglied des Präsidiums des BVDW
Seit 2007 prägte Thorben Fasching als omnipräsenter Fürsprecher für Mobile und Connected Commerce das Bild der Agentur hmmh als führende Schmiede innovativer E-Commerce-Lösungen. Als das Bremer Unternehmen im Sommer 2014 von der Agenturgruppe Serviceplan übernommen wurde, sah das nach einer einvernehmlichen Lösung für alle Beteiligten aus: Bei hmmh, wo Fasching als Director Marketing & User Experience und Prokurist zum Führungsteam gehörte, bröckelten nach dem Verlust mehrerer wichtiger Etats zu der Zeit die Umsätze. Und Serviceplan sah nicht nur die Möglichkeit, sich im Segment E-Commerce die dringend erforderliche Verstärkung zu holen.
Es ging auch darum, wieder die Nummer eins unter den deutschen Digitalagenturen zu werden. Jetzt verlässt Fasching, der seit Sommer 2015 auch dem Präsidium des Branchenverbandes BVDW angehört, hmmh und baut für die Reply-Gruppe die deutsche Niederlassung von Open Reply auf.  
2014 wurde hmmh von der Serviceplan-Gruppe übernommen. Jetzt die Trennung?
Thorben Fasching: Es gab unterschiedliche Ansichten über die organisatorische und strategische Ausrichtung von hmmh. Außerdem wollte ich gerne was Neues aufbauen und hierfür gesamtverantworlich sein. Mit Open Reply setzen wir sehr stark auf den Fokus Mobile und auf das Internet 4.0.
 
Sie gelten beim BVDW als der Fachmann für Connected Commerce. Wie passt Ihr neues Projekt zu diesem Thema?
Fasching: Ich sehe Open Reply weniger als Agentur, sondern eher als Business Enabler. Es geht neben der Konzeption und Kreation von innovativen Interfaces für Smart Devices darum, Schnittstellen zu komplexen konnektierten Plattformen zu entwickeln, die die Marketing-Abteilungen in Unternehmen schneller in die Lage versetzt, diese Plattformen zu nutzen und zum Beispiel mobile Services dafür aufzusetzen, verbundene Unternehmen mit ihr Business zu holen oder einfach um fit für die sich immer rasanter ändernden Marktanforderungen zu sein.
 
Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen?
Fasching: Eine Airline hat ihre Buchungsdaten auf komplexen Buchungssystemen laufen. Wenn das Geschäftsmodell von Airlines eigentlich ist, Kunden von A nach B zu bringen, so ist es derzeit für Dritte - wie auch die Airlines selbst - sehr schwierig, ohne detailliertes Fachwissen Lösungen hierfür zu schaffen und damit die Geschwindigkeit des Marktes mitzugehen. Hier setzen wir an: Wir entwickeln Schnittstellen, die das Geschäftsmodell unserer Kunden exponieren und für interne wie externe Verwendung nutzbar machen. Und das ohne sämtliche interne Prozesse kennen zu müssen. Bis 2020 wird es 50 Milliarden Connected Devices geben, die alle mit bestehenden Systemen kommunizieren müssen. Da gibt es viel zu tun - 2016 wird das Thema Schnittstellen und Konnektierung abgehen.

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