Bezahlen ohne Anfassen 03.03.2016, 09:15 Uhr

Google testet Bezahlverfahren "Hands Free"

Mit einem Pilotprogramm will Google seinen Nutzern ermöglichen, direkt aus der Hosentasche zu zahlen. "Hands Free" verbindet Smartphone und Kasse per Bluetooth.
(Quelle: Google.com)
Googles "Hands Free" verbindet das Nutzer-Handy via Sensoren mit einem Point of Sales-System. Das bedeutet, dass das Kassensystem über die physische Nähe des Smartphones informiert ist und das Zahlen über Hands Free automatisch anbietet. Der Dienst startete jetzt mit einem Pilotprojekt in den USA in der San Francisco Bay Area.
Zum Bezahlen gehen die Benutzer zur Kasse und wählen Hands Free als Zahlungsmöglichkeit. Der Kassierer prüft die Identität des Nutzers über ein bei Hands Free hinterlegtes Profilfoto und gibt die Initialen des Nutzers ein. Damit ist die Transaktion abgeschlossen.

Ran an die Kreditkartendaten

Google will mit dem Projekt wie Vorreiter Android oder Apple Pay den Zahlungsprozess vereinfachen. Was für Nutzer praktisch ist, ist aber auch für Google von Vorteil: Dienste wie Hands Free erhöhen die Chance, dass Nutzer ihre Kreditkartendaten auf ihrem Smartphone speichern. Sind sie dort erst einmal gespeichert, dürfte es auch leichter fallen, für Apps und Dienste wie Google Play und der App Store zu zahlen. 
Im Google Commerce-Blog hofft das Unternehmen, Hands Free könne auch zum Wachstum von Android Pay beitragen: Das verzeichne mittlerweile rund 1,5 Millionen Neuanmeldungen pro Monat in den Vereinigten Staaten, werde an zwei Millionen Standorten genutzt und unterstreiche, dass Android von den Usern als Zahlungsmittel akzeptiert und genutzt wird.
Zunächst bleibt aber die Herausforderung für Google, Kassensysteme und Nutzer für das Angebot zu begeistern. Der Service ist in wenigen Läden wie McDonalds im Test.

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