Conversion-Optimierung 30.05.2014, 12:23 Uhr

So klappt's auch mit der Mobile App

Apps gibt es viele - doch damit ihr Produkt ein Erfolg wird, sollten Entwickler sieben grundsätzliche Tipps beachten.
A/B-Tests können bei der App-Optimierung helfen
(Quelle: Optimizely)
Entwickler von Websites haben es nicht leicht, den Wünschen der Besucher gerecht zu werden - App-Entwickler haben es wohl noch schwerer. Denn der Wettbewerb in diesem Segment intensiviert sich durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets seit einigen Jahren gravierend. Die Entwickler stehen demnach mehr denn je vor der Herausforderung, mit ihren Angeboten aus der breiten Masse heraus zu stechen. Wie schaffe ich es, dass meine App heruntergeladen wird? Wie gelingt es mir, dass meine App genutzt wird? Und wie bewerkstellige ich es, dass die User dafür auch noch bezahlen?
Antworten auf diese Fragen gibt der Dienstleister Optimizely, der eine Plattform für A/B-Testing zur Conversion-Optimierung für Web und iOS betreibt und ein Whitepaper zum Thema App-Optimierung, App-Downloads und App-Nutzung veröffentlicht hat, mit sieben Tipps für Entwickler:
1. Das Icon: Schon bevor Sie Ihr Angebot im App Store launchen, sollten Sie testen, welches Icon für Ihre App die höchste Click-Through-Rate erzielt.
2. Der Name: Umfargen von Nielsen zufolge nutzen 63 Prozent die Suchfunktion im Store, um eine App zu finden. Der Name der App sollte daher auf Keywords optimiert sein - dadurch steigt die Möglichkeit, auch gefunden zu werden.
3. Keywords: Sind wichtige Begriffe als Keywords in den Meta-Daten hinterlegt? Damit die App schnell gefunden wird, sollte dies der Fall sein.
4. Screenshots: Sehen Sie die Screenshots Ihrer App als Banner-Werbung an. Sowohl im Google Play Store als auch im App Store von Apple sind die Screenshots prominenter dargestellt als die Beschreibung der App. Sie sollten verschiedene Screenshots ausprobieren und testen, um zu sehen, welche zur höchsten Click-Through-Rate führen. Leider bietet App Store Optimization keine Möglichkeit, eine App in Echtzeit zu testen. Sie können lediglich Daten von vor mit Daten von nach der Optimierung vergleichen, die Effekte zu erfassen.
5. Registrierungsprozess: Im Gegensatz zu Webseiten müssen Mobile Apps zunächst gefunden, danach heruntergeladen und schließlich geöffnet werden - das dauert entsprechend länger und ist mit mehr Aufwand für den Nutzer verbunden. Wenn der Registrierungsprozess zu lange dauert, springen die Nutzer ab. Da niemand gerne Formulare ausfüllt, ergibt es vielleicht mehr Sinn, wenn Sie den Prozess auf mehrere Screens mit weniger Feldern verteilen, anstatt alles in ein sehr langes Formular zu packen. Experimentieren Sie, um die Abbruchquote zu senken.
(Quelle: Optimizely)
 6. Interaktion: Apple empfiehlt Entwicklern, dass Nutzer in der Lage sein sollten, direkt auf dem Bildschirm Elemente manipulieren zu können. Vor allem die Funktionen "tap", "swipe" und "pinch" (siehe Bild) führen zu mehr User-Aktivität. Da User Informationen auf dem Smartphone ganz anders konsumieren als im stationären Internet, sollten sich Entwickler darüber hinaus eine Frage stellen: Kann ein Nutzer alle notwendigen Aktionen allein durch das Bewegen des Daumens durchführen?
7. Möglichst simpel: Je weniger Schritte notwendig sind, um etwa eine Buchung durchzuführen, desto besser. Nutzer wollen Anwendungen, mit denen sie schnell und unkompliziert ans Ziel gelangen. 
An der Optimierung mobiler Services arbeitet auch Shopgate. Der Anbieter hat seine Mobile-Shopping-Lösung gerade renoviert: Künftig präsentieren sich die Webshops von gut 5.500 Händlern auf Tablets und Smartphones in frischem Design.



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