Nach nur wenigen Tagen 04.02.2016, 11:50 Uhr

Google wirft Samsungs Adblock Fast aus dem Play Store

Erst vor kurzem hatte Samsung in seinem Smartphone-Browser den Einsatz von Adblockern erlaubt. Jetzt hat Google den "Adblock Fast" nur wenige Tage nach dem Launch aus dem Play Store entfernt.
(Quelle: Shutterstock.com/igor.stevanovic)
Adblock Plugins auf dem Desktop Browser gehören für viele User inzwischen zum Standard. Im mobilen Bereich gestaltet sich das Ganze etwas komplizierter, da Smartphones oft keine Plugins unterstützen. Samsung konnte hier vor wenigen Tagen viele Sympathiepunkte bei den Nutzern sammeln: Der Mobilgeräte-Hersteller brachte Adblock Fast auf den Markt, einen Werbeblocker für Samsung-Browser. Nun hat aber Google die App kurzerhand aus dem Play Store geworfen.
Facebook ist bereits seit Längerem sehr stark im Segment Mobile Advertising und auch Googles Fokus liegt zunehmend auf dem Werbeumsatz mit Smartphones und Co. Die Möglichkeit, über eine externe App Werbebanner im Standard-Browser  von Samsung auszublenden, dürfte Google daher recht sauer aufgestoßen sein, mutmaßt der googlewatchblog.
Mit Adblock Fast erlaubt Samsung in seinem Smartphone Browser den Einsatz von Adblockern
(Quelle: Google)

Die einfachste Möglichkeit zur Installation entfällt

Google selbst informierte lediglich die Entwickler, Gründe wurden aber keine genannt. Es wurde lediglich auf Paragraph 4.4 in den Nutzungsbedingungen des Play Stores verwiesen:
"You agree that you will not engage in any activity with the Store, including the development or distribution of Products, that interferes with, disrupts, damages, or accesses in an unauthorized manner the devices, servers, networks, or other properties or services of any third party including, but not limited to, Android users, Google or any mobile network operator. You may not use customer information obtained from the Store to sell or distribute Products outside of the Store."
Nutzer können die Android Package File (AFP)-Datei zwar weiterhin installieren und einfach auf andere Quellen zurückgreifen, die einfachste Möglichkeit zur Installation entfällt nun aber.
Das Problem mit Adblockern treibt mittlerweile sowohl Publisher aus den USA als auch aus Europa um. Welche Maßnahmen wollen Verlage beim Kampf gegen die Adblocker ergreifen?

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