E-Commerce in Deutschland 10.06.2014, 17:30 Uhr

Online-Handel macht Rekordumsätze

Der E-Commerce in Deutschland wächst weiter ungebremst: 2013 stieg der Umsatz um über 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im klassischen Versandhandel ging dagegen weiter zurück.
(Quelle: Fotolia.com/Mopic)
Der  Online-Handel in Deutschland hat im Jahr 2013 einen Umsatz von 39,1 Milliarden Euro verzeichnet - das entspricht einem Wachstum von über 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Betrachtet man die vergangenen fünf Jahre, stieg der Umsatz um mehr als das Zweieinhalbfache seit 2009. Diese Zahlen gehen aus der Händlerstudie "Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel B2C 2013/2014" hervor, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) gemeinsam mit Boniversum durchgeführt hat.
Auch das Geschäftsklima im interaktiven Handel (Online- und Versandhandel) erreichte der Studie zufolge im Frühjahr ein neues Rekordhoch und liegt "deutlich über dem Niveau der Gesamtwirtschaft". Die Basisindikatoren, nämlich Auftragseingang, Umsatz, Ertrag  und Personalbestand, liefern demnach deutlich positivere Werte als im Vorjahr. Am besten bewerten Unternehmen aus dem Südosten (2014: 173 Punkte; plus 30) und aus dem Westen (2014: 170 Punkte, plus 21) ihre Geschäftslage.
Wenig rosig sieht es dagegen für den klassischen Versandhandel in Deutschland aus: Dieser hat im Jahr 2013 nur noch 9,2 Milliarden Euro umgesetzt und damit 21,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor (11,7 Milliarden Euro).
Die Studie ergab zudem, dass die Unternehmen des deutschen interaktiven Handels ihre Retourenquote in den vergangenen zwölf Monaten weiter senken konnten. Demnach verzeichnet nur noch jedes sechste Unternehmen steigende Rücksendungen. Für die Studie wurden im Frühjahr 2014 insgesamt 100 Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche geführt.

Die Studie "Global E-Tailing 2025" der Deutschen Post DHL (DPDHL) hat die Trends und Entwicklungen im Online-Handel untersucht - und vier mögliche Szenarien entwickelt.


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