Weihnachtsgeschäft 2015 27.10.2015, 16:20 Uhr

E-Commerce profitiert von Geschenkausgaben

In diesem Jahr wollen die Deutschen besonders viel Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Von der Konsumlaune profitiert insbesondere der Online-Handel, Fachgeschäfte verlieren hingegen an Marktanteil.
(Quelle: shutterstock.com/Pixelbliss)
Zum Weihnachtsfest 2015 wollen die deutschen Konsumenten durchschnittlich 259 Euro für Geschenke ausgeben - das sind ganze 18 Prozent mehr als noch im Vorjahr. In den vergangenen zehn Jahren lag das Budget lediglich 2013 mit durchschnittlich 273 Euro noch höher. Hochgerechnet würden die Ausgaben in diesem Jahr damit deutschlandweit 14,6 Milliarden Euro betragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Verbraucher-Studie der Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).
Vor allem Online-Händler und Kaufhäuser sind demnach die Gewinner des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts. So wollen die Verbraucher durchschnittlich 55 Euro beim Online-Shopping ausgeben, 15 Euro mehr (Plus 38 Prozent) als noch im Vorjahr. In Kaufhäusern und Einkaufszentren wollen die Konsumenten sogar 91 Euro ausgeben (Vorjahr: 65 Euro).
Verlierer dieser Entwicklung sind Fachgeschäfte, die an Marktanteil verlieren. Laut Studie wollen die Deutschen im Fachhandel 36 Prozent ihres Geschenkbudgets ausgeben, im Vorjahr waren es noch 39 Prozent und 2012 sogar 52 Prozent. Allerdings bevorzugt die große Mehrheit nach wie vor das Bad in der Menge: 75 Prozent der Befragten geben an, ihre Geschenke lieber im stationären Einzelhandel zu kaufen.

Geldgeschenke und Gutscheine sind besonders beliebt

Das meiste Geld wollen die Verbraucher für Geldgeschenke oder Gutscheine ausgeben, nämlich durchschnittlich 45 Euro. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Plus von 29 Prozent. Auch die geplanten Ausgaben für Kleidung steigen, besonders stark sollen die Ausgaben für Bücher und E-Books zunehmen: von 21 auf 29 Euro (Plus 38 Prozent). Frauen wollen mit einem Budget von 264 Euro übrigens mehr als Männer (252 Euro) ausgeben. Während letztere vor allem ihr Geld in Unterhaltungselektronik stecken, liegen bei Frauen Gutscheine ganz vorne.
"Der deutschen Wirtschaft geht es derzeit gut, bei den Deutschen sitzt das Portemonnaie deshalb momentan locker, die Konsumbereitschaft ist groß", kommentiert Thomas Harms, Leiter des Bereichs Retail & Consumer Porducts bei EY, die Zahlen. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Umfrage unter 1.500 Verbrauchern in Deutschland. Zeitraum der Befragung war Ende Oktober 2015.

Jeder vierte Euro, der im Internet ausgegeben wird, rollt in den letzten Wochen vor Heiligabend über den virtuellen Ladentisch. Was die Webshopper damit anstellen, hat Gutscheine.de ermittelt.

Vor Weihnachten machen Online-Händler bekanntlich den größten Umsatz des Jahres. Aber wann genau müssen sie hierzulande mit dem größten Ansturm rechnen? Das hat der "Peak Preparedness"-Report von eBay Enterprise ermittelt. 

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