Praxistipp E-Commerce
08.12.2014, 10:30 Uhr

Tracking-Tipps zum Weihnachtsgeschäft

Adventszeit ist Umsatzzeit - auch und gerade für Online-Händler. Sie sollten ihre Kunden allerdings gut kennen und einige wichtige Dinge beachten, um die Umsatzpotenziale bestmöglich auszuschöpfen.
(Quelle: Shutterstock.com/SOMMAI)
Seit ein paar Wochen ist das Weihnachtsgeschäft eingeläutet und erreicht in Kürze wahrscheinlich seinen Höhepunkt. Damit nicht nur die Glöckchen, sondern auch die Kassen ordentlich klingeln, hat intelliAd-Geschäftsführer Mischa Rürup Tipps zusammengestellt, die Händler noch rechtzeitig vor Heiligabend beherzigen sollten.
1. Klick-Tracking auf allen Kanälen implementieren
In der Weihnachtszeit wird auf allen Bildschirmen gesucht und geshoppt. Für Unternehmen ist das Nachvollziehen der Customer Journey über die Endgeräte hinweg (Cross Device Tracking) dabei eine ganz wesentliche Anforderung. Neben Suchmaschinenmarketing (SEM) und Display sollten daher weitere Kanäle wie Newsletter oder Print-Aktionen mit Short-URLs manuell mit einem Tracking versehen werden. Kanalübergreifendes Klick-Tracking ist auch sinnvoll, weil die Conversion Rates stark zwischen den Devices und Branchen variieren. Im Bereich Fashion beispielsweise sind die Customer Journeys, die am Tablet starten, am erfolgreichsten.
2. Bad Trackings, big Spendings
Im November erreichen die Ausgaben für SEM und Display bei vielen On- und Offline-Händlern Rekordhöhen. Online kommen dabei die Trackingserver ganz schön ins Schwitzen. Und der eine oder andere Werbungtreibende hat es im Vorfeld verschwitzt, seine Tracking-Implementierungen rechtzeitig zu überprüfen. Die Konsequenz: Unnötige Ausgaben für Display-Werbung oder Suchmaschinenmarketing, von denen man sich viele schöne Geschenke kaufen könnte. Checken Sie also Ihre Tracking-Implementierungen!
3. Deckungsbeitrag statt Warenkorbwert
Viele Händler nutzen bereits erfolgreich das Bid-Management, um im Weihnachtsgeschäft eine möglichst gute Sichtbarkeit ihrer Kampagnen zu gewährleisten. Allerdings übergeben sie häufig den Warenkorbwert in das Conversion Pixel. Für einen optimalen Return on Investment (ROI) wäre es jedoch besser, den erzielten Deckungsbeitrag zu übergeben. Denn damit können Sie den "echten" ROI optimieren und eine deutlich bessere Performance erzielen.
4. Geschenkgutscheine: Gut oder mehr Schein?
Gutscheine sind nicht nur ein beliebtes Geschenk, sie sind auch ein wichtiges Mittel, Umsatz und Warenkorbwerte der Händler zu steigern. Wissen Sie aber, wie gut ihre Gutscheine funktionieren? Und wenn Sie mit Gutschein-Seiten zusammenarbeiten: Haben Sie die Provisionierung im Griff?
Etliche Gutschein-Seiten streichen über Affiliate Cookies nach dem Last-Klick-Prinzip Provisionen ein, obwohl sie nicht wirklich ausschlaggebend für die Conversion waren. Versehen Sie ihr Gutscheinfeld besser mit einem Conversion Pixel, das auslöst, wenn auf das Geld geklickt wird. Und tracken Sie Conversion-Ketten, um unnötige Doppelprovisionierungen zu vermeiden. Stichwort: Cookie-Weiche.
5. Impression-Tracking bei Brand-Kampagnen
Display Advertising wird auch im E-Commerce immer häufiger eingesetzt. Doch Display muss entlang einer Customer Journey betrachtet werden. Denn oft handelt es sich um Brand-Kampagnen, die verzögert wirken oder kurzfristig gar keinen Abverkaufs-Effekt aufweisen. Um das Zusammenspiel zwischen Impressions und Klicks zu optimieren, sollte man auf Impression-Tracking über die Implementierung eines Impression Pixels beziehungsweise -Redirects setzen: Das steigert die Performance.
6. Stornos nicht vergessen
Nach dem großen Ansturm auf die Weihnachtsgeschenke, folgen unweigerlich die Stornos. Jeder Shop hat Stornos, die jedoch oft nicht an das Trackingsystem zurückgegeben werden. Das ist aber sehr wichtig, damit das Bid-Management auf die richtigen Keywords bieten kann - und letztlich auch im Real-Time Bidding die User angesprochen werden können, die nur geringes Storno-Potential aufweisen.
7. Weihnachten ist anders?!
Für viele Händler hat seit Anfang November die - nach Umsatz gemessen - mit Abstand wichtigste Zeit des Jahres begonnen. Aber wie unterscheidet sich das Verhalten der Kunden im Weihnachtsgeschäft genau vom Rest des Jahres? Wann beginnt es und wann erreicht es seinen Höhepunkt?
Diese Erkenntnisse werden Händlern nicht geschenkt. Nur wer weiß, ob sich die weihnachtliche Reise seiner Kunden von der "normalen" Customer Journey unterscheidet, kann die richtigen Maßnahmen treffen. Mit Multichannel-Tracking sollte das aktuelle Weihnachtsgeschäft optimiert und die kommende Weihnachtssaison besser geplant werden.
Zur Weihnachtszeit werden traditionell Wunschzettel geschrieben. Doch was wünschen sich eigentlich Online-Händler und Dienstleister? INTERNET WORLD Business hat in der E-Commerce-Branche nachgefragt.
Das könnte Sie auch interessieren