Streaming-Angebote
02.12.2014, 08:42 Uhr

Preis entscheidet über Videodienst-Abonnement

Mitte September ist Netflix in Deutschland gestartet. Doch wie kommt der Video-Streaming-Dienst in der Zielgruppe an? Und welchen Konkurrenten kann der Neuling Kunden abspenstig machen?
(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)
Das Verbraucherschutzportal Aboalarm hat jene seiner Nutzern befragt, die kürzlich Pay-TV- oder Streaming-Angebote gekündigt haben - in der Annahme, dass jene Kunden, die bereits für Kino- und Fernsehfilme zahlen, auch die Kernzielgruppe für Netflix bilden.
Die Ergebnisse: Von den mehr als 600 Befragten kennen 61 Prozent Netflix. Doch auch wenn die Kunden von Sky, Maxdome und Watchever sich gerade im Wechselprozess befinden, überlegen nur 21 Prozent, ob sie Netflix künftig zum Videostreamen nutzen wollen. Besonders viele Neukunden bekommt der Service von ehemaligen Maxdome-Abonnenten: 40 Prozent wechseln nach der Kündigung direkt zu Netflix und auch Sky verliert zwölf Prozent der Kündiger an den amerikanischen Konkurrenten.
Doch welche Services nutzen die Befragten? Ganz vorn dabei ist demnach Amazon Prime Instant, den 24 Prozent abonniert haben. Andere Anbieter wie Maxdome (sieben Prozent), Netflix (sechs Prozent), Sky Snap (drei Prozent) und Watchever (drei Prozent) spielen jedoch nur eine untergeordnete Rolle.

Für fast ein Drittel der Befragten ist die Preisgestaltung der Anbieter das ausschlaggebende Argument (30 Prozent), wenn es darum geht, sich für einen Service zu entscheiden. Erst dann wird sich das Angebot genauer angesehen und danach entschieden, welche Filme (25 Prozent) und Serien (22 Prozent) abrufbar sind.
Laut einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom nutzen bereits drei von vier Internetnutzern ab 14 Jahren Videostreams - allerdings meist Gratisangebote.
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