P7S1 Accelerator 05.12.2014, 14:00 Uhr

Sechs Start-ups starten durch

Die bereits vierte Runde des ProSiebenSat.1 Accelerators geht zu Ende. Jetzt haben die sechs Start-ups aus dem Förderprogramm für zukunftsträchtige junge Unternehmen ihre Geschäftsmodelle präsentiert.
(Quelle: Fotolia.com/pressmaster)
Der ProSiebenSat.1 (P7S1) Accelerator fördert für jeweils drei Monate eine Hand voll ausgewählter Start-ups mit aussichtsreichen Geschäftsmodellen. Die teilnehmenden Gründerteams erhalten für ihr weiteres Wachstum individuelle Coachings und ein Investment  in Höher von 25.000 Euro. Dem Gewinner winken zudem sieben Millionen Euro für Fernsehwerbung. Zum Ende der vierten Runde zeigten die sechs Nachwuchs-Firmen, mit welchen Ideen sie den Markt erobern wollen.
Cashboard ist Gewinner des vierten Batches. Das Berliner Start-up richtet sich an private Investoren, die das Vertrauen an ihre Bank verloren haben. Die Finanzplattform bietet Anlegern die Möglichkeit, ihr Kapital individuell anzulegen. Dabei haben sie auch die Möglichkeit, ihr Geld in Crowdfunding anzulegen oder Social Trading zu betreiben - also sich beim Handeln von Anlegern in sozialen Netzwerken beraten zu lassen.
ekoio hat eine App entwickelt, die das Auto über einen Stick mit dem Smartphone verbindet. Das Motto der Gründer aus Leipzig: "Car Data is Big Data". Das Ziel ist es, Autofahrern spielerisch zu einem spritsparenderem Fahrverhalten zu verhelfen. Dabei kommen etwa Hinweise zum aktuellen Fahrverhalten zum Einsatz und Tipps, wie der Fahrer seinen Kraftstoffverbrauch senken kann. Spritspar-Wettbewerbe und ein angeschlossenes Bonussystem, über das gesammelte Punkte in Prämien eingetauscht werden können, sollen für die nötige Motivation sorgen.
Eurosender bietet mit seiner Buchungsplattform den Transfer von Paketen und Gepäck zwischen europäischen Ländern zu besonders günstigen Preisen. Das Start-up aus Slowenien hat dazu spezielle Konditionen mit Transportdiensten wie UPS, DPD oder GLS ausgehandelt. Zur Zielgruppe gehören sowohl Endkunden als auch kleinere Unternehmen.
Hellocare widmet sich dem demographischen Wandel und der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden. Das Start-up aus Berlin hat eine Plattform zur Vermittlung von Pflegekräften entwickelt. Die Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen sei oftmals isoliert in öffentlichen Einrichtungen untergebracht, das wolle er seinen eigenen Eltern ersparen, so Mitgründer Sergiej Rewiakin über seine Motivation zur Gründung des Portals. Detaillierte Informationen über die Pflegekräfte mit Angaben zu den jeweils angebotenen Leistungen auf der Webseite sollen für Vertrauen bei den Kunden sorgen.
Jaimie Jacobs bietet auf seinem Portal individuell Schuhe an, die Kunden nach ihren persönlichen Vorstellungen per 3D-Konfigurator online gestalten können. Nach Eingabe der richtigen Größe werden die Schuhe, die das Unternehmen selbst produziert, innerhalb von zwei bis drei Wochen geliefert. Der Durchschnittspreis beträgt 250 Euro pro Schuh. Bislang hat die Firma 145.000 Euro eingesammelt, im nächsten Jahr sollen mithilfe von Companisto und weiteren Investoren 500.000 Euro gesammelt werden. 
Pablo & Paul bietet auf seiner Plattform individuelle Kunstwerke an. Die berühmte Fotografie "Lunch atop a Scyscraper", die Arbeiter während der Mittagspause auf einem Wolkenkratzer zeigt, hängt gefühlt in jeder zweiten Wohnung. Das Start-up aus München richtet sich an Kunden, die mehr Wert auf Einzigartigkeit legen. Dazu kooperiert das Unternehmen mit 40 Künstlern weltweit, die exklusive Bilder anbieten. Neben dem Webshop verkauft Pablo & Paul seine Kunstwerke auch offline über eine Kooperation mit BoConcept. Das Kunst-Portal finanziert sich über eine Provision von 50 Prozent pro verkauftem Bild.

Wenigstens drei Dutzend Start-ups weltweit werden derzeit von Venture-Kapital-Firmen mit einer Milliarde US-Dollar oder mehr bewertet. INTERNET WORLD Business zeigt die derzeit wertvollsten.

Im Januar 2013 hat ProSiebenSat.1 in München sein Accelerator-Programm ins Leben gerufen. Im Juni 2014 hat das Medienunternehmen für sein Förderprogramm auch in Berlin ein Büro eröffnet. Damit sollen Start-ups mit thematischen Anknüpfungspunkten zu den dort ansässigen Tochterunternehmen wie MyVideo, Studio71 und Aeria Games/SevenGames angesprochen werden.



Das könnte Sie auch interessieren