Suchmaschinenoptimierung
22.07.2015, 08:15 Uhr

Neun SEO-Tipps für Shopbetreiber

Wie geht man mit ausverkauften Artikeln um? Wie sollten Produkte benannt werden? Und welche Rolle spielt die Usability bei der Suchmaschinenoptimierung? Diese SEO-Tipps sollten Shopbetreiber beachten.
(Quelle: Shutterstock.com/MaximP)
Der Kunde ist König, das gilt auch bei der Suchmaschinenoptimierung. Britta Kristin Böhle, SEO-Expertin bei Trusted Shops , nennt neun grundlegende Tipps, die jeder Betreiber eines Online-Shops beherzigen sollte.
1. Richtiger Umgang mit ausverkauften Artikeln
In jedem Shop können die Produktverfügbarkeiten schwanken, sodass manche Produkte temporär nicht lieferbar sind. Beim Umgang mit ausverkauften Produkten kommt es darauf an, wie hoch die Wiederkaufrate und wie lange die Nichtverfügbarkeit ist. Zu vermeiden ist auf jeden Fall, dass bei erneuter Verfügbarkeit des Produktes eine neue URL generiert wird. Dadurch können keine Effekte der alten URL übernommen werden. Von daher am besten bei einer URL bleiben.
Des Weiteren gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit ausverkauften Produkten umzugehen:
  • Ist das Produkt dauerhaft ausverkauft, sollte mit dem Statuscode 404 erkennbar gemacht werden, dass die URL nicht mehr existiert. Falls ein sehr ähnliches Produkt lieferbar ist, kann mit einer 301-Weiterleitung auf dieses verlinkt werden.
  • Ist das Produkt nicht lieferbar und es gibt kein konkretes Lieferdatum, sollten Sie das Produkt zumindest aus der Verlinkung im Shop herausnehmen. Auf der Produktseite selbst muss man entsprechend einen sichtbaren Hinweis auf die Nicht-Verfügbarkeit darstellen und kann ggf. eine Alert-Funktion anbieten. Durch diese Funktion kann sich der Suchende benachrichtigen lassen, wenn das Produkt wieder verfügbar ist.
  • Ist das Produkt nicht lieferbar aber es gibt schon ein konkretes Lieferdatum, können Sie das Produkt auch weiter im Shop darstellen. Hier gilt aber, dass bereits auf den Kategorieübersichtsseiten klar wird, dass der Artikel momentan nicht verfügbar ist. Nichts ist für den Shopbesucher frustrierender, als auf interessante Artikel zu klicken und erst dann zu erfahren, dass keine Bestellung möglich ist. Das kann dazu führen, dass der Shop schnell wieder verlassen wird.
2. Produkte und Kategorien eindeutig benennen
Hier ist es einerseits wichtig, die Sprache des Kunden statt der eigenen Fachsprache zu verwenden.  Die monatlichen Suchanfragen für "Waschmaschine" und "Waschvollautomat" sind ein gutes Beispiel:
Wo "Waschvollautomat" der technischere Begriff ist, reden aber die meisten Kunden von einer "Waschmaschine". Vom Suchvolumen wäre es also interessanter, eine Kategorie und die dazugehörigen Produkte "Waschmaschine" zu nennen. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, nicht zu viele Begriffe in eine Kategorie zu packen. Mit "Sport- und Wanderschuhe" wird es einem schwieriger gemacht, für "Sportschuhe" zu ranken.
Damit sich die Keywords nicht gegenseitig kannibalisieren, sollten nur die Kategorien die allgemeine Bezeichnung tragen und alle Produkte entsprechend ihrer speziellen Eigenschaften und Funktionen benannt sein.
3. Beschreibungstexte individualisieren
Dass das Kopieren der Herstellertexte aufgrund des Duplicate Contents keine gute Idee ist, wurde mittlerweile schon häufig empfohlen. Bringen Sie vielmehr, wenn möglich, eine eigene Note ein, die zu Ihrem Shop passt. Bei manchen Produkten kann es sich anbieten, einen kurzen Erfahrungsbericht oder Best-Practice-Tipp zu geben. Sicherlich gibt es - gerade im B2B-Bereich, Kategorien und Produkten, zu denen keine weiteren Informationen mit Mehrwert hinzugefügt werden können. Dann müssen Sie auch nicht anfangen, historische Begebenheiten aufzulisten, nur um keywordrelevanten Content auf der Seite zu haben. Aber jeder Text, der Ihren Kunden eine Entscheidungshilfe bietet, ist grundsätzlich auch für Ihre Auffindbarkeit sinnvoll. Ergänzen und aktualisieren können und sollten Sie Ihre Texte jederzeit - auch das ist ein positives Signal an Suchmaschinen, dass Ihre Shopseiten gepflegt werden.
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