Online und Offline 30.09.2014, 08:35 Uhr

"Das Ladengeschäft geht nirgendwohin"

Same-Day-Delivery wird überschätzt und der Kunde schätzt weiterhin sein Ladengeschäft um die Ecke, weil es so leicht erreichbar ist - vorausgesetzt, es ist mit dem E-Commerce-Angebot vernetzt.
Oft nah am Kunden: das Ladengeschäft
(Quelle: Shutterstock.com/Radu Bercan)
Das war die Botschaft von Mim Burt, Research Vice President beim Marktforschungsunternehmen Gartner  - und sie wurde von ihren Zuhörern beim Shop.org Summit in Seattle dankbar aufgenommen. 85 Prozent der Handelsumsätze werden in den USA in Brick-and-Mortar-Geschäften erzielt - und daran wird sich laut Gartner-Berechnungen auch bis mindestens 2017 nichts ändern. In Europa, wo die Wege für die Logistik im Allgemeinen kürzer sind, sieht die Sache etwas anders aus: Dort wird sich der Online-Anteil am Gesamt-Handelsumsatz bis 2017 bei etwa 30 Prozent einpendeln.
Hauptgründe für die weiterhin wichtige Rolle des Ladengeschäfts für den Handel liegen laut Burt in der Nähe zum Kunden und dem unkomplizierten Kaufvorgang. Das kann der Online-Handel auch nicht nur durch Schnelligkeit ersetzen. "Alle reden momentan über Same-Day-Delivery. Aber Same-Day-Delivery ist nicht unbedingt das, was der Kunde will", so die Analystin. "Der will viel lieber 'Right-Time-Delivery', also die Zustellung zur richtigen Zeit an einem für den Kunden leicht erreichbaren Ort - und hier spielt eben das Ladengeschäft im Rahmen eines Click-and-Collect-Angebots weiter eine entscheidende Rolle."

Die Studie "Global E-Tailing 2025" der Deutschen Post DHL (DPDHL) hat die Trends und Entwicklungen im Online-Handel untersucht - und vier mögliche Szenarien entwickelt.


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