Weniger Zahlungsoptionen 04.02.2015, 14:07 Uhr

Konsolidierung auf dem Payment-Markt?

Erstmals bieten Online-Händler weniger Zahlungsverfahren an als im Vorjahr. Dafür sind die Online-Shopper sind flexibler geworden.
(Quelle: Shutterstock.com/LDprod)
Eine möglichst große Auswahl an Zahlungsverfahren - diesem Mittel gegen Kaufabbrüche im Check-out-Prozess haben Online-Händler abgeschworen. Nachdem Shop-Betreiber ihr Portfolio an Zahlungsverfahren von 2003 bis 2011 kontinuierlich - auf zuletzt durchschnittlich 5,5 Payment-Optionen - ausgebaut haben, wird das Angebot nun erstmals kleiner. Die Ergebnisse der aktuellen Studie "Payment im E-Commerce" des ECC Köln und der Hochschule Aschaffenburg zeigen den Beginn einer Konsolidierung: Aktuell bieten Online-Händler im Schnitt nur noch 5,1 Zahlungsverfahren an.
Obwohl es für Konsumenten nach wie vor wichtig ist, dass ihr Lieblingszahlungsverfahren angeboten wird, zeigt die ECC-Studie, dass Online-Shopper in diesem Punkt flexibler geworden sind. So weichen 13 Prozent der Befragten ohne Probleme auf eine alternative Payment-Option aus, sollte ihr bevorzugtes Verfahren nicht angeboten werden; 2013 taten dies lediglich rund acht Prozent. Zudem brechen in diesem Fall nur noch rund acht Prozent der Konsumenten den Kauf ab.
Eingesetztes Zahlungsverfahren beim Online-Einkauf
(Quelle: ECC Köln)
Laut Studie können insbesondere vier Zahlungsverfahren bei den Konsumenten punkten: Paypal und Rechnung werden jeweils bei knapp 24 Prozent aller Online-Käufe genutzt, gefolgt von Lastschrift (22 Prozent) und der Kreditkarte (17 Prozent). Der Blick auf das Ausgabenvolumen zeigt, dass dabei höhere Beträge eher per Rechnung oder Kreditkarte beglichen werden. Rund die Hälfte der Ausgaben entfällt damit auf die schon lange etablierten Zahlarten. Rund ein Drittel der Gesamtausgaben verteilt sich auf die Lastschrift und Paypal. Damit werden rund 80 Prozent der Onlineumsätze über diese vier Zahlungsverfahren abgewickelt.
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