Geschäftszahlen 18.03.2015, 14:05 Uhr

Otto investiert im dreistelligen Millionenbereich

Otto hat das magere Online-Wachstum des Mutterkonzerns Otto Group bestätigt: Auch die Einzelgesellschaft legte 2014 in Sachen Umsatz nur um drei Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu.
Alexander Birken
(Quelle: Otto)
Rund 60 Millionen Euro hat Otto im abgelaufenen Geschäftsjahr in Technologie- und Sortimentsentwicklung und Markenimage investiert; für die Umsatzentwicklung hat das der Nummer Zwei im deutschen E-Commerce-Markt allerdings nicht viel gebracht: 2,3 Milliarden Euro Umsatz stehen im Geschäftsbericht - ein Plus von gerade mal drei Prozent, ebenso viel wie beim Mutterkonzern Otto Group, der seine Geschäftszahlen Mitte Februar vorlegte. Immerhin ist Otto dank einer konstant hohen Rendite von drei bis fünf Prozent im fünften Jahr in Folge profitabel, trotz der hohen Investitionen.
Vor allem die schwache Marktentwicklung im Textilbereich setzte dem Versender zu. Die Segmente Multimedia Haushaltselektronik und vor allem Möbel, die inzwischen in Spezialshops präsentiert werden, machten dem Konzernvorstand Multichannel Alexander Birken hingegen Freude. "Wir haben das klare Ziel ausgegeben, bis 2016 im Möbelhandel zusätzliche Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe zu generieren", so Birken. "Diesem Ziel sind wir mit den neuen Angebotskonzepten einen deutlichen Schritt näher gekommen."

Weitere Investitionen angekündigt

Um weiter mit der Digitalisierung der Kundschaft Schritt zu halten - mittlerweile erwirtschaftet Otto 85 Prozent des Gesamtumsatzes online - wird das Unternehmen kräftig weiter investieren: Birken sprach von einem dreistelligen Millioneninvest für das kommende Jahr. Die Investitionen sollen in Performance-Marketing, die Weiterentwicklung des Webshops und der IT, mehr Kundendialog über soziale Medien sowie mehr Personal investiert werden. "Wir werden allein im kommenden Jahr wieder rund 250 bis 300 Stellen besetzen", kündigte Birken an.
Langfristig soll der Umsatz jährlich um rund fünf Prozent wachsen - bei einer durchschnittlichen Rendite von drei bis fünf Prozent. Zumindest 2014 hat Otto dieses Ziel schon mal verpasst.

Kunden in Österreich lieben Webshopping - vor allem jüngere. Grund dafür ist unter anderem die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten. Was die Käufer sonst noch ins Internet zieht, hat eine Studie erhoben.




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