Studie 09.03.2016, 08:10 Uhr

Wie User Reisen online buchen und was die Travel-Branche daraus lernen kann

Die Entscheidung für einen Urlaub ist ein komplexer Prozess und wird nicht leichtfertig getroffen. Welche Faktoren beeinflussen die Online-Buchung einer Reise? Antworten gibt eine Studie von m-pathy.
(Quelle: shutterstock.com/sdecoret)
Wer eine Reise online bucht, benötigt dafür mehrere Anläufe. So wird eine Reise-Website im Schnitt dreimal besucht, bevor der User tatsächlich konvertiert. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Optimale Usability und User Experience im Online-Tourismus" von m-pathy, die das spezielle Nutzerverhalten bei Online-Reisebuchungen untersucht hat.
Die Analysen haben gezeigt, dass ein Nutzer zunächst einmal die Seite eines Reiseportals aufsucht, um sich über Angebote und mögliche Destinationen zu informieren. Im zweiten Schritt geht es vor allem darum, geeignete Hotels zu suchen und Preis-Leistungen zu vergleichen. Somit vergehen einige Besuche, bis es letztendlich zu einem Buchungsabschluss kommt.

Surfen über verschiedene Devices

Der Weg zur Buchung ist nicht kurz und erstreckt sich über verschiedene Endgeräte. Um sich inspirieren zu lassen und nach Angeboten zu stöbern, nehmen User gerne ihr Smartphone oder Tablet zur Hand. Auch Reise-Apps erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Wenn es allerdings auf den Abschluss einer Buchung zugeht, wechseln viele immer noch zum Desktop. Aber der Trend ist laut m-pathy absehbar, denn in den USA verwenden bereits 52 Prozent der Konsumenten ihr mobile Device bei der Reisebuchung. Aus diesem Grund gilt auch in der Online-Reisebranche: Mobile First.

On-Page-Elemente

Mit On-Page-Elementen wie zum Beispiel interaktiven Karten können Reiseanbieter dem User einen echten Mehrwert bieten. Mit ihrer Hilfe können sich Nutzer ein Bild von der Lage ihres Reiseziels machen.
Eine Steigerung dazu sind sogenannte "HeliView-Videos", die den Nutzern aus geringer Höhe einen naturgetreuen Überblick über einen Urlaubsort bieten können. Solche Videos werden von über 90 Prozent der Webseiten-Besucher gerne in Anspruch genommen. Durch sie können sich User einen realistischen Eindruck verschaffen und eventuelle Bedenken aus dem Weg geräumt werden, die einen Buchungsabschluss verhindern.

Psychologische Phänomene

Wie die meisten Kaufentscheidungen folgt auch der Entscheidungsprozess für die Buchung eines Urlaubs keinen rationalen Mustern. Nicht selten lassen sich User von unterschiedlichen Faktoren unbewusst leiten. Diese bekannten psychologischen Phänomene können sich Online-Händler zu Nutze machen.
(Quelle: m-pathy)



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