Stationär und im Web
28.08.2015, 08:00 Uhr

Schuhhändler Budapester: Der Weg zum ersten Online-Shop

Seit August 2015 ist "Budapester" auch mit einem eigenen Online-Shop vertreten. Der Schuhhändler erklärt, wie der Prozess verlief und welche Herausforderungen es dabei gab.
Schuhe, Taschen, Accessoires bietet budapester.com
(Quelle: budapester.com)
Das Unternehmen Budapester Schuhe gibt seit mehr als 25 Jahren an fünf Standorten in Berlin und Hamburg. Seit August ist der Händler nun auch im Web vertreten. Zum Schuh- und Taschen-Portfolio gehören nach eigenen Angaben mehr als 120 Luxus-Designer wie Tod’s, Jimmy Choo oder Gianvito Rossi.
Was auf dem Weg ins E-Commerce-Geschäft die Herausforderungen waren, worauf es bei der Verbindung von Stationär und Online-Handel ankommt und für welche technischen Lösungen sich Budapester entschieden hat, erzählt Inhaber Andreas Schläwicke.

Warum sich Budapester für einen Online-Shop entschieden hat

Mit dem Weg ins Online-Geschäft wollen wir uns zukünftig auch international gut aufstellen. Neue und bestehende Kunden aus aller Welt möchten wir schneller und einfacher online erreichen. Während wir unsere Filialen nach den Gesetzen der Branche eher klassisch mit Waren bestückt, bieten sich online mehr Möglichkeiten, eine große Produktvielfalt darzustellen - ohne an Exklusivität zu verlieren. Neben der Produktpräsentation sind es vor allem die erweiterten Marketing-Chancen, mit anderen Websites und ganz neuen Partnern zu kooperieren.

Zwölf Monate von der Idee bis zum Launch

Inklusive aller Planung und Vorbereitung hat es etwa ein Jahr gedauert, bis der Shop online ging. Insbesondere bei der Wahl der Technik haben wir und Zeit gelassen. Das Ergebnis sollte ein Shop sein, der sich komfortabel betreiben und dennoch flexibel erweitern lässt.
Beim Shopsystem fiel die Wahl auf Magento. Um in der großen Auswahl an Shopsystemen nicht aufs falsche Pferd zu setzen, führten wir unter anderem Gespräche mit anderen Shopbetreibern. Deren Erfolgsgeschichten und Erfahrungen mit Magento waren eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Ausschlaggebend im Vorfeld zudem die Empfehlungen seitens der Online-Marketing Agentur, die den Shop seit dem Live-Gang betreut. Mit dem großen Funktionsumfang wähnten wir uns mit Magento gut gerüstet. Hinzu kommen die zahlreichen Erweiterungen, die es über die Einrichtung hinaus flexibel und skalierbar machen.
In Bezug auf die gelisteten Luxus-Hersteller profitierten wir von bestehenden Geschäftskontakten, wo einige bereits mehr als 20 Jahre bestehen. Bei den Bezahlsystemen setzten wir auf drei der gängigsten Varianten. Die Kreditkartenzahlung per MasterCard, Visa und American Express wird ergänzt um den Bezahldienst Paypal und die klassische Abrechnung über Vorkasse.
Bei der Warenwirtschaft nutzen wir eine eigene Technik, die vollständig in den neuen Online-Shop integriert wurde. Jede einzelne Filiale wurde an das System angeschlossen und kann vor Ort mit Hilfe von Tablets auf die Wawi zugreifen. Während der Planung legten wir großen Wert darauf, dass die Warenwirtschaft von Anfang mit allen vorhandenen Daten aufgebaut wird.

Drei Monate zur Integration von Zahlungsarten und Wawi

Drei Monate dauerte der Prozess, alle wichtigen Systeme für Bezahlung und Warenwirtschaft zu integrieren. Es galt dabei, eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen. Sowohl bei Bezahlanbietern als auch bei den Warenwirtschaften ist der Markt sehr vielfältig und Lösungen oft nur schwer vergleichbar. Wir verließen uns bei Auswahl und Integration der Systeme auf fachliche Beratung. Dabei entstanden zwar Kosten, die jedoch die Gefahr kostspieliger Probleme im späteren Tagesgeschäft minimieren.
Neben Fragen zu den grundlegenden Vermarktungschancen sollten Fragen zur Technik schon frühzeitig gelöst werden. Aufgrund der Komplexität ist ein Alleingang ohne fachliche Beratung selten der Weg zum Erfolg. Insbesondere sollten sich Händler auf dem Weg zum Online-Shop diese Fragen beantworten:
  • Wie groß ist der Markt generell und welche Märkte kann ich durch den Online-Verkauf erschließen?
  • Wer ist meine Konkurrenz und was bietet sie an? Bin ich mit meinem Angebot gegenüber bestehenden Online-Shops wettbewerbsfähig? Worin bestehen meine USPs (Alleinstellungsmerkmale)?
  • Kann ich Planung und Umsetzung finanziell stemmen und habe ich die Kapazitäten dafür?
  • Wie integriere ich meine Warenbestände über alle Verkaufsstellen hinweg? Ist meine derzeitige Warenwirtschaft dafür ausgerüstet?
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