Serie, Teil 1 13.02.2017, 08:10 Uhr

Omnichannel: Offline-Daten in Google Analytics überführen

Stationäre und Online-Verkäufe gemeinsam mit Google Analytics analysieren: Ein geniales Tool macht es möglich und erlaubt so kanalübergreifendes Marketing.
(Quelle: Fotolia.com/Montri)
Von Manuel Schadl, Head of SEO & Technology bei Adamicus
Omnichannel-Marketing ist schon ­lange kein Buzzword mehr, sondern eine Strategie, mit der multiple Kommunikationskanäle vernetzt und sämtliche Zielgruppen bedient werden können. Dieser Artikel liefert eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man mit wenig Aufwand Transaktionen und Umsätze aus lokalen Geschäften in ein bestehendes Google-Analytics-Konto übermitteln kann. Alle beschriebenen Prozesse sind mit einfachen Bordmitteln möglich und es fallen keine zusätzlichen Investitionen an.
Das Ziel dieser Methode ist es in erster Linie, alle relevanten Daten auf einen Blick in einem Tracking-System zu sammeln. Darüber hinaus gibt es aber noch zahlreiche weitere Auswertungsmöglichkeiten für die Online-Marketing-Kampagnen. So lässt sich im Anschluss auswerten, welchen Einfluss lokal geschaltete Online-Anzeigen auf den stationären Verkauf haben.
Der Fashion- und Lifestyle-Bereich eignet sich wie kein anderer, um ein erfolgreiches Omnichannel-Business zu betreiben. In diesen Industrien ist die notwendige ­Infrastruktur aus Versand- und Offline-Handel meist schon seit Jahrzehnten vorhanden. Zusätzlich zählen sie seit Jahren zu den innovativsten und auch umsatzstärksten Branchen im E-Commerce. Über 30 Prozent des gesamten E-Commerce- / Versandhandel-Umsatzes 2015 fiel auf die Produktgruppen Bekleidung, Möbel und Living.
Da sich der Modebereich so hervorragend eignet und auch jeder einen Bezug zu den dort verkauften Produkten herstellen kann, sollen in diesem Artikel die Beispiele anhand eines fiktiven Mode-Shops erklärt werden.

So gelingt der technische Einstieg

Mit der Übermittlung von Offline-Daten durch das Google Analytics Measurement Protocol in den Tracking Account startet die Umstellung aufs Omnichannel-Marketing. Das Google Analytics Measurement Protocol ist laut Definition "ein Standardsatz von Regeln für die Sammlung und Übermittlung von Treffern von einem mit dem Internet verbundenen Gerät an Analytics".
Um Sales-Daten an Google Analytics übergeben zu können, braucht es im ersten Schritt:
  • Daten über Offline Sales in digitaler Form
  • Ein Tabellenkalkulationsprogramm wie Google Spreadsheets oder Microsoft ­Excel, um die Daten aufzubereiten
  • Einen Google Analytics Account
Es geht also darum, einen Link zu generieren, mit dessen Hilfe Offline-Daten an ­einen bestehenden Google Analytics ­Account übergeben werden. Nachdem es aber völlig ineffizient ist, nach jeder Transaktion einen solchen Link durch das Personal im Laden generieren und ausführen zu lassen, wird als Medium eine ­Excel-Liste oder ein Google-Spreadsheet genutzt.
Dazu werden natürlich noch die eigentlichen Daten benötigt, die in elektronischer Form übergeben werden sollen.




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