Consumer Barometer
18.08.2015, 11:15 Uhr

Die globalen Online-Trends 2015

Niemand bestellt so oft übers Smartphone online wie die Thailänder - und die Deutschen ordern am liebsten beim heimischen Online-Handel: Das sind die globalen Online-Trends 2015.
(Quelle: Shutterstock.com/Neyro)
Rund 400.000 Onliner aus 56 Ländern standen TNS Infratest im Auftrag von Google Rede und Antwort, um die globalen Shopping-Gewohnheiten zu ermitteln. Eines der Kern-Ergebnisse des Consumer Barometers 2015: Asien bleibt Online-Vorreiter. Keine Nation kauft beispielsweise so oft übers Smartphone online ein wie die Thailänder.
 
So sind über 70 Prozent der Onliner in Thailand häufiger über das mobile Gerät als über den Desktop-PC im Netz. Auch in Sachen mobiler Social-Network-Nutzung sind die Thailänder Trendsetter. 82 Prozent nutzen Facebook und Co mindestens einmal pro Woche über das Smartphone und auch im Segment Online-Video liegen sie mit 72 Prozent vorn.

Die Deutsche lieben vor allem den heimischen Handel. Trotz globalem E-Commerce kaufen nur sieben Prozent der Deutschen von ausländischen Online-Händlern, weil die Qualität dort vermeintlich besser ist. Ganz im Gegensatz zu den Käufern in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indonesien: Zwei Drittel sind dort der Meinung, die Qualität der Produkte sei andernorts besser und kaufen daher bei ausländischen Online-Shops.

Deutsche sind innovationsskeptisch

Eine weitere Eigenart der Deutschen: Zwei von drei deutschen Onlinern sehen in neuen Technologien mehr Risiken als Chancen. Damit zählt Deutschland zum innovationsskeptischen Drittel der Weltbevölkerung. 36 der 56 befragten Nationen sehen in neuen Technologien mehr Chancen als Risiken.

Die Südkoreaner lieben ebenfalls Online-Shopping. In fast allen Produktbereichen sind sie die führende E-Commerce-Nation. Auch Waren wie Sofas und Schränke bestellen sie online. 73 Prozent haben ihren letzten Einrichtungsgegenstand im Netz bestellt, jeder Fünfte sogar mobil. Nur ein Viertel der südkoreanischen Onliner besucht für den Kauf ein Ladengeschäft.
 
In Sachen Mobile liegt China ganz vorne: Die Hälfte der chinesischen Online-Nutzer kauft Produkte und Dienstleistungen mindestens genauso häufig über das Smartphone wie über den PC. In Deutschland sind es 13 Prozent, beim Mobile-First-Vorreiter Thailand 17 Prozent. Zugleich ist China führend bei lokalen Standortsuchen: Ein Drittel plant seine Einkaufsbummel mobil.
Auch 2015 entwickelt sich der E-Commerce weiter. Welchen strategischen und technologischen Herausforderungen müssen sich Händler in diesem Jahr stellen und welche Themen sollten sie im Auge haben?
Das könnte Sie auch interessieren