Handy-Hersteller Meizu 10.02.2015, 09:30 Uhr

Alibaba investiert in Smartphone-Unternehmen

Gut 600 Millionen US-Dollar investiert Alibaba, um beim chinesischen Smartphone-Hersteller Meizu einzusteigen. Ziel des E-Commerce-Riesen ist es, im Online-Handel nicht den Anschluss zu verlieren.
(Quelle: Shutterstock.com/Kostenko Maxim)
Alibaba geht einen wichtigen Schritt in Richtung Online-Handel der Zukunft: Der E-Commerce-Gigant investiert rund 600 Millionen US-Dollar in den chinesischen Smartphone-Hersteller Meizu, berichtet techcrunch.com. Der Konzern erhält dafür eine Minderheitsbeteiligung.
Außerdem integriert Alibaba künftig sein eigenes Betriebssystem Yun OS auf Mobiltelefonen von Meizu. Das soll die Position von Yun OS in China stärken, dort dominiert derzeit Android - auf Yun OS setzen eher kleine Hersteller. Meizu kann im Gegenzug dafür die Dienste des E-Commerce-Konzerns nutzen. Mit dem Einstieg bei Meizu sichert sich Alibaba weiter wichtige Anteile im Mobile Markt, denn der Online-Handel wird zunehmend über Smartphones und Co abgewickelt.
Alibaba hat mit seinen beiden Online-Plattformen Taobao und TMall bereits die Hoheit über rund 80 Prozent des chinesischen E-Commerce. Neben Meizu rüstet Jack Ma sein Unternehmen mit Beteiligungen beim Kurznachrichtendienst Weibo für die Mobile Zukunft.
Zuletzt kooperierte Alibaba mit der Logistikfirma Shanghai YTO Express und liefert zum ersten Mal Produkte per Drohne aus: 450 Kunden bekommen über den Marktplatz Taobao Ingwertee aus der Luft zugestellt. 
Für alle Yahoo-Aktionäre soll es dank Alibaba bald einen Geldregen geben: Der Konzern will seine Anteile an dm Unternehmen in eine eigene Firma steuerfrei ausgliedern. 
Für die meisten Smartphone-Nutzer ist es inzwischen selbstverständlich, auch in mobilen Shops einzukaufen. Doch der kleine Bildschirm macht aus dem Einkauf oft eher einen Hindernislauf als ein schönes Erlebnis. Wie sich die Benutzerfreundlichkeit verbessern lässt, erklärt Oliver Podzun vom Usability-Experten UsabilityHoch3.

Ladenschlusszeiten, eine wesentliche Einschränkung im stationären Handel, sind bei Webshops kein Thema mehr. Das nutzen die Käufer aus - und immer häufiger spielen dabei Mobile Devices eine Rolle.


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