Weihnachtsgeschäft 2014 14.11.2014, 09:15 Uhr

M-Commerce-Umsatz verfünffacht sich

Trotz rückläufiger Einnahmen im stationären Handel steigt der Gesamtumsatz zum Weihnachtsgeschäft 2014. Grund sind Zuwächse im E-Commerce, der Mobile-Commerce-Umsatz verfünffacht sich sogar.
(Quelle: Shutterstock.com/Halfpoint)
Die Verbraucher nehmen sich zwar jedes Mal vor, weniger als im Vorjahr für Weihnachtsgeschenke auszugeben - Experten rechnen dennoch mit einer Steigerung des Weihnachtsumsatzes im deutschen Einzelhandel: 2014 soll er um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 72,5 Milliarden Euro wachsen (EU-weites Wachstum: 1,5 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie des Gutscheinportals deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research.
Dabei geht der Umsatz des stationären Handels zwar  zurück - er sinkt demnach EU-weit um 1,3 Prozent auf 60,4 Milliarden Euro, in den USA beträgt der Rückgang 0,5 Prozent. Umso stärker ist dagegen das Wachstum im Online-Handel: Der E-Commerce-Umsatz steigt laut Studie deutschlandweit um 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und macht damit 16,7 Prozent vom gesamten Weihnachtsumsatz aus (2013: 14,0 Prozent). EU-weit beträgt das Wachstum im Schnitt 21,3 Prozent, in den USA 21,1 Prozent.
Am deutlichsten wächst dabei das Mobile-Shopping: Der Umsatz, der über Smartphones und Tablets generiert wird, verfünffacht sich im Jahr 2014 deutschlandweit auf 3,4 Milliarden Euro. Dabei kommen 2,2 Milliarden Euro von Smartphones, 1,2 Milliarden Euro werden über Tablets generiert. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Wachstum um 401 Prozent. Das Wachstum von 2012 auf 2013 betrug noch 196 Prozent. Die Deutschen liegen beim mobilen Shopping EU-weit vorne: Hierzulande beträgt der Mobile-Anteil am E-Commerce 28,2 Prozent, der EU-Schnitt liegt bei 22,3 Prozent.

Keine Lust auf Gedränge

"Unsere Studien zeigen, dass viele Deutsche Weihnachtsbesorgungen lieber online erledigen, um einerseits Zeit zu sparen, Stress zu vermeiden und dem Gedränge zu entgehen - und um andererseits von den vielfältigen Preisvergleichs- und Sparmöglichkeiten zu profitieren", meint Tobias Conrad, General Manager von deals.com. "Vor allem in Zeiten, in denen gefühlte Krisen die Kauflaune dämpfen, gewinnt schlaues und bewusstes Shopping an Bedeutung."
Die aktuelle Studie basiert auf statistischen Analysen, Händlerinterviews sowie repräsentativen Bevölkerungsbefragungen in mehreren Ländern, darunter 1.000 deutschen Verbrauchern. In Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Spanien und den USA wurden je 50 Händler befragt. Zeitraum der Befragung war von September bis Oktober 2014. Zum Weihnachtsgeschäft wurden die für den Einzelhandel umsatzstärksten sechs Wochen ab Mitte November gezählt.

Im Juli fällt für Amazon der Startschuss: In diesem Monat beginnt der Web-Händler, Saisonarbeiter für Weihnachten einzustellen - und präsentiert seine Geschenkideen. Und da sind echte Knaller dabei.

Stattliche 438 Millionen Euro (547 US-Dollar) sollen am 8. Dezember 2014 in Deutschland für Online-Shopping ausgegeben werden. Das macht 5,41 Euro (6,77 US-Dollar) für jeden Deutschen. Zu diesem Ergebnis kommt der "Adobe Online Holiday Shopping Forecast".
Weihnachtseinkäufer erweisen sich zwar als flexibel, wenn es darum geht, wo sie nach Informationen suchen oder ihre Einkäufe tätigen. Wichtig ist ihnen dabei allerdings, dass die einzelnen Kanäle gut aufeinander abgestimmt sind: 90 Prozent der Befragten erwarten laut einer aktuellen Umfrage von SDL ein einheitliches Markenerlebnis im Multichannel-Handel.

Jeder vierte Euro, der im Internet ausgegeben wird, rollt in den letzten Wochen vor Heiligabend über den virtuellen Ladentisch. Was die Webshopper damit anstellen, hat Gutscheine.de ermittelt.


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