Logistik 20.03.2015, 12:00 Uhr

Amazon darf Paketdrohnen testen

Amazon bekommt von der US-Flugbehörde FAA die Erlaubnis für Flugdrohnen-Tests. Allerdings muss der Online-Händler hierfür einige Auflagen erfüllen.
(Quelle: Shutterstock/SlavoljubPantelic)
Der Online-Händler Amazon hat von der US-Flugbehörde FAA die Erlaubnis für Drohnenpost-Tests bekommen. Die Übungen unterliegen aber strengen Auflagen: Die Drohnen dürfen demnach nur bei Tageslicht und in maximal 122 Metern Höhe fliegen. Der Pilot der Flugdrohne muss ausgebildet sein, medizinische Auflagen erfüllen und er darf die Drohne nicht aus dem Blickfeld verlieren. Amazon muss der FAA monatlich Bericht erstatten und sich strikt an die Auflagen halten.
Als die US-Flugbehörde im Februar 2015 die Richtlinien für die Tests bekannt gab, beschwerte sich Amazon und drohte aufgrund der strengen Vorschriften, die Versuchsübungen in einem anderen Land durchzuführen.
Mit Flugdrohnen möchte Amazon in einigen Jahren seine Paketzustellung optimieren und die Kundenbestellung am gleichen Tag vollkommen automatisiert zustellen.

Weltweit 270 Millionen Verbraucher sind bei Amazon registriert. In Deutschland besuchten im Oktober 2014 knapp 25 Millionen Nutzer den Marktplatz. Wie mächtig der Konzern ist, zeigen Statistiken.

Der asiatische Konkurrent Alibaba ist schon einen Schritt weiter. Der E-Commerce-Riese kündigte jüngst eine Kooperation mit der Logistikfirma Shanghai YTO Express an und lieferte zum ersten Mal Produkte per Drohne aus: 450 Kunden bekamen über den Marktplatz Taobao Ingwertee aus der Luft zugestellt.

Das könnte Sie auch interessieren