Mobile und Social treiben das Wachstum im E-Commerce 27.05.2011, 11:50 Uhr

Steigerung von 13 Prozent jährlich prognostiziert

Gute Aussichten für den deutschen E-Commerce: Auf knapp 41,2 Milliarden Euro soll der Gesamtumsatz bis 2015 klettern, prognostiziert der Bundesverband der digitalen Wirtschaft (BVDW). Für das laufende Jahr geht der Verband von einem Umsatzvolumen in Höhe von 25,5 Milliarden Euro aus, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate soll in den kommenden vier Jahren bei rund 13 Prozent liegen.
Mobile und Social treiben das Wachstum im E-Commerce (Foto: istock/sodafish)
Das sind die ersten Ergebnisse einer Studie zum elektronischen Handel, die der BVDW im Sommer vorlegen will. Achim Himmelreich, der Vorsitzende der Fachgruppe E-Commerce im BVDW, hat sie auf dem 6. Payment Kongress in Frankfurt vorab vorgestellt. Zwei Entwicklungen hält er für besonders wichtig für die Zukunft: Das Wachsen des Mobile Commerce und das Entstehen von Social Commerce.
Rund 5,9 Milliarden Euro sollen nach den Berechnungen des BVDW im Jahr 2015 mit Mobile Commerce umgesetzt werden. Das würde gut 14 Prozent am gesamten E-Commerce ausmachen, so die Schätzung. Die jährliche Wachstumsrate soll bei knapp 39 Prozent liegen. Der Löwenanteil von rund 69 Prozent steuern neben dem Verkauf von Apps sowie in zunehmendem Maß In-App-Sales bei. Ihr Volumen soll bis 2015 auf rund 2,3 Milliarden Euro klettern. Für klassischen M-Commerce über mobile Websites prognostiziert der BVDW dagegen nur ein moderates Wachstum.
Großes Potenzial sieht der BVDW auch im Social Commerce. 14,4 Milliarden Euro sollen demnach mit Verkäufen, die maßgeblich durch soziale Aktivitäten beeinflusst wurden, 2015 in Deutschland umgesetzt werden. Allerdings wurde der Begriff "Social Commerce" für diese Schätzung weit gefasst und schließt auch Werbemaßnahmen wie Empfehlungsmarketing mit ein. Beschränkt auf Social Communitys rechnet der Verband mit Umsätzen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro bis in vier Jahren. Haupttreiber soll das Social Gaming sein, das fast 1,1 Milliarden Umsatz liefern soll. Andere Verkäufe, etwa von virtuellen Blumen oder Grußkarten, werden nur knapp 100 Millionen Euro ausmachen.

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