Tesco erweitert virtuellen Homeplus-Store
30.03.2012, 09:29 Uhr

Von der Plakatwand zum Plakatshop

Die britische Supermarktkette Tesco verkauft künftig nicht mehr nur ein paar ausgewählte Produkte des täglichen Bedarfs über QR-Codescanning von Plakatwänden in U-Bahnhöfen, sondern hat jetzt an der U-Bahn-Haltestelle Seoulleung in Seoul einen ganzen virtuellen Homeplus-Supermarkt errichtet.
Tesco erweitert virtuellen Homeplus-Store
Kunden können in den Gängen herumspazieren und einkaufen. Allerdings nicht, indem sie die Produkte wie gewohnt in ihren Einkaufswagen legen, sondern indem sie den darunter stehenden QR-Code scannen und die Ware dann bequem nach Hause liefern lassen.
Insgesamt 35.000 Produkte, von Milch über Eier, Pasta-Saucen, Taschentüchern bis hin zu Digitalkameras können in den virtuellen Supermarkt via QR-Code-Scanning nach Hause geordert werden - zum Wunschtermin zu Lieferpreisen von zirka einem bis vier US-Dollar, abhängig von der Lieferzeit. Ausgeliefert werden die Produkte von einem Homeplus-Laden in der Nähe des Kunden. Jeder Store liefert alle zwei Stunden aus, insgesamt steht der Lieferservice zehn Stunden pro Tag zur Verfügung.
Aber auch wer gerade nicht in Seoulleung auf eine U-Bahn wartet, kann künftig bei Homeplus leichter mobil einkaufen. Wer beispielsweise Nachschub für seine leeren Wasserflaschen braucht, muss nur den Barcode auf der Flasche mit der Homeplus-App scannen und kann sich die Ware nach Hause oder ins Büro bestellen.
Die Discounter seien gezwungen, sich an die schnell ändernden Verbrauchergewohnheiten anzupassen, erklärt Homeplus-CEO Lee Seung-han die neue Strategie. Der neue Virtual Store sei die Reaktion auf die explosionsartig steigende Zahl von Smartphone-Nutzern in Korea. Und die Umsatzentwicklung gibt Homeplus recht: Mit rund 650.000 Kunden erzielt die Homeplus-App Unternehmensangaben zufolge pro Woche rund 27 Millionen US-Dollar Umsatz. Das bedeutet: Im Schnitt gibt jeder Kunde 41 US-Dollar pro Woche für den virtuellen Einkauf bei Tesco aus.
Die Homeplus-App ist aktuell nur für Android-Nutzer verfügbar. iPhone-Fans müssen sich wohl bis September gedulden. Denn noch fehlt Homeplus die Genehmigung von Apple.
Das könnte Sie auch interessieren