Internet World Kongress

01.03.2016, 10:30 Uhr

Die Top 5 Zukunftstrends im E-Commerce

Trotz Schneechaos kamen zahlreiche Besucher am ersten Messetag zur Internet World, um sich über die Trends im E-Commerce zu informieren. Der Keynote-Speaker Nils Müller gab Einblicke in die digitale Zukunft.
(Quelle: Shutterstock.com/ra2studio)
Ja, die Zeiten haben sich geändert - vor allem das World Wide Web hat in den vergangenen 20 Jahren viele Branchen "disrupted", wie es so schön heißt. Was sich in Sachen E-Commerce alles getan hat, was der Status quo und was die Trends sind, diskutierten die Keynote-Speaker am ersten Tag auf dem Internet World Kongress.
Den Kongress-Auftakt machte "der Mann, der in der Zukunft lebt" - Trendforscher Nils Müller. Er nahm die Besucher mit seiner Zeitmaschine mit ins Jahr 2020. Dort ist das Internet der Dinge Alltag, jede Oberfläche ist digitalisiert, Augmented Reality und Virtual Reality sind in allen Displays integriert. Was heute gerade in den Startlöchern steht, ist da längst Standard: Gesichtserkennung, Mobile Payment, Wearable Technology, Flexible Screen. Disruptive Technologien ersetzen Gewohntes, die Konsumentenbedürfnisse ändern sich weiter.
Müller glaubt, dass der 3D-Druck viel verändern wird, die Möglichkeit lokal alles auszudrucken, könnte auch das Essen revolutionieren, etwa durch Food-Printing: Man liefert nur die Rohzutaten, der Rest wird gedruckt.

Auch Roboter und Echtzeitübersetzung hält Müller für die nächsten Disruptionen, künstliche Intelligenz wird in immer mehr Lebensbereiche Einzug halten.

Die Top 5 der Trends für E-Commerce


1. Outernet: Das Internet ist tot, es lebe das Outernet. Das Digitale legt sich wie ein Nebel über die reale Welt (Das Internet der Dinge et cetera).

2. Shy-Tech: Nichts mehr ist High-Tech, alles muss Schüchtern sein. Jede Oberfläche wird zum interaktiven Screen, dezent muss es sein, Geräte werden unsichtbar. Auch Voice-Steuerung wird weiter en vogue. Amazon Echo etwa ist das Top-E-Commerce-Device der Zukunft für Müller.

3. Virtual Promotion/V-Commerce: Nicht mehr in den Store gehen, sondern spielerisch die Produkte anprobieren. Auch für das Lernen, Studieren oder den Dating-Bereich wird das wichtig werden.

4. Seamless Commerce - nahtlose Integration bis zur letzten Meile: Videoberatung, Mobile Reminder, Personenerkennung, personalisierte Vorschläge von Produkten, personalisierte Bedienung - alles in ein Szenario integriert.

5. Smart Everything: Selbst Verkäufer werden durch künstliche Intelligenz ersetzt - so das etwas düstere Szenario von Müller.
Bereits im Vorfeld der Internet World Messe prophezeite Trendforscher Nils Müller im Interview mit INTERNET WORLD Business, dass Themen wie künstliche Intelligenz oder Wearables dringend auf die Agenda gehören.
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