Gewinn stagniert
16.10.2014, 13:03 Uhr

eBays Umsatz wächst durch Paypal

Wie in der Vergangenheit war es auch im dritten Quartal 2014 vor allem die Tochtergesellschaft Paypal, die das Umsatzwachstum von eBay antrieb. Darauf muss der Marktplatz künftig verzichten.
(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)
Der Handelsplatz eBay hat im dritten Quartal 2014 seinen Umsatz um zwölf Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar gesteigert, der Nettogewinn lag mit 848 Millionen (plus ein Prozent) nur knapp über dem Wert des Vorjahresquartals. An der Steigerung hatte Paypal großen Anteil: Der Umsatz des Bezahldienstes betrug zwei Milliarden US-Dollar, ein Wachstum von 20 Prozent im Jahresvergleich.
Zwischen Juli und September 2014 bewegte der Marktplatz im Handel ein Volumen von 63 Milliarden US-Dollar, dies sind 27 Prozent mehr als im Vorjahresquartal (das im Handel bewegte Volumen umfasst das Handelsvolumen aus dem Marktplatzgeschäft, das Nettovolumen aller PayPal-Zahlungen sowie den E-Commerce-Handelsumsatz von eBay Enterprise).
Der Umsatz aus dem Marktplatzgeschäft lag mit 2,2 Milliarden US-Dollar sechs Prozent über dem Vorjahreswert. Das Handelsvolumen des Marktplatzgeschäfts (der Wert der gehandelten Waren und Dienstleistungen ohne den Bereich Automobile) lag bei 20,1 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um neun Prozent. Mehr als die Hälfte, nämlich 57 Prozent des Umsatzes, erwirtschaftete eBay außerhalb der USA. Die Anzahl der aktiven eBay-Käufer stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 152 Millionen.

Der Umsatz von eBay Enterprise lag im vergangenen Quartal bei 259 Millionen US-Dollar, ein Plus von drei Prozent; das bewegte Handelsvolumen lag bei 900  Millionen US-Dollar (14 Prozent mehr als im Vorjahresquartal).
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Star des Quartals ist abermals Paypal: Das Nettogesamtvolumen aller Paypal-Zahlungen betrug 56,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 29 Prozent im Jahresvergleich, die Zahl der aktiven Paypal-Kundenkonten stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 157 Millionen.
Doch von Paypal wird eBay nicht mehr lang profitieren: Der Online-Marktplatz plant für 2015, sich von seiner Bezahltochter zu trennen. "Eine gründliche strategische Prüfung mit unserem Verwaltungsrat zeigt, dass eine gemeinsame Weiterführung von eBay und PayPal über 2015 hinaus strategisch und mit Blick auf das Wettbewerbsumfeld mit weniger Vorteilen für jeden der Geschäftsbereiche verbunden ist", so CEO John Donahoe. "Das Branchenumfeld verändert sich und jeder der Geschäftsbereiche steht unterschiedlichen Chancen und Herausforderungen im Wettbewerbsumfeld gegenüber." Durch entsprechende Betriebsvereinbarungen sollen Synergien künftig aber weiter erhalten bleiben können. 
Fürs laufende Jahr hat eBay die Prognose gesenkt und erwartet einen Umsatz zwischen 17,85 und 17,95 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2014. Vorher hatte die Prognose zwischen 18,0 und 18,3 US-Milliarden Dollar gelegen.
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