E-Commerce-Trends 10.06.2015 10.06.2015, 07:38 Uhr

Digitaler Kiosk Blendle startet in Deutschland

Der niederländische Online-Kiosk Blendle geht in Deutschland in die Beta-Phase und hat nahezu alle Großen der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenszene mit an Bord. Außerdem: Uber kauft sich nach China.

- NEWS -

Der digitale Kiosk Blendle kommt nach Deutschland. Zum Start sind 37 namhafte Zeitungen und Zeitschriften dabei. Über Kiosk Blendle können die Verlage einzelne Artikel an Internet-Nutzer verkaufen - sogar mit Geld-zurück-Garantie. Der offizielle Starttermin steht noch nicht fest, soll aber wohl im Spätsommer 2015 liegen. Nutzer können sich ab sofort für die Beta-Version registrieren. >>>Internetworld
Der Reifenhändler Delitcom hat unter Reifen.de, Reifen.at und Tyres.net Preisvergleichsportale für Reifenpreise im Internet gestartet. Die Preisvergleicher finanzieren sich über die branchenüblichen Klickpreise, für Verbraucher ist der Service kostenlos. >>>neuhandeln
Spreadshirt setzt weiter auf M-Commerce und testet dazu ein mobil optimiertes Shop-System für seinen Marktplatz. In der Beta-Phase können sich Online-Händler mit Verbesserungsvorschlägen einbringen. >>>Onlinehändler-News
Der Plus-Size-Versender Sheego startet ab sofort Flash-Kollektionen zu Trendthemen. Eine Idee zu einer neuen Flash-Kollektion wird in weniger als 60 Tagen zum Verkauf gebracht, so Sheego. Das erste Programm heißt "Indigo Romantic Tribe" und ist seit Juni auf dem Markt. >>>Textilwirtschaft
Der Radhersteller Rose Bikes vereinheitlicht seine Markenwelt in allen 14 europäischen Ländern. Die neue deutsche Domain heißt ab sofort Rosebikes.de, bisher war der Hersteller in Deutschland unter dem Namen ROSE Versand aktiv. >>>Versandhausberater

- INTERNATIONAL -

Uber drängt mit viel Geld nach China. Um den umkämpften Markt zu erobern, zahle das kalifornische Unternehmen Fahrern hohe Boni, die sogar den eigentlichen Fahrpreis überstiegen, berichtet die New York Times. Aktuell bietet das Unternehmen in China täglich 100.000 Fahrten an. >>>Wirtschaftswoche
Das Schweizer Medienhaus Tamedia möchte die Internet-Auktionsplattform Ricardo übernehmen - die geplante Transaktion hat jetzt die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) auf den Plan gerufen. Sie vermutet eine mögliche marktbeherrschende Stellung im Bereich Stellenanzeigen und eine kollektive Marktbeherrschung bei Fahrzeuginseraten, denn zu Ricardo gehört, ähnlich wie beim Konkurrenten ebay, auch ein Kleinanzeigenportal für Stellen und Autoverkäufe. >>>Neue Züricher Zeitung
Der US-amerikanische Online-Lebensmittelhändler Blue Apron hat im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde 135 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Fidelity Management and Research, aber auch die Altinvestoren waren wieder dabei. Mit dem frischen Kapital will der Händler sein Netzwerk an Zulieferern im ganzen Land ausbauen. >>>Internet Retailer
Paypal bringt seine im August 2014 gestartete Mobile- und Desktop-App One Touch for Web nach Kanada und Großbritannien, im Sommer sollen weitere Länder folgen. Mit One Touch werden die Kreditkartendaten der Kunden zentral gespeichert und können bei Bedarf mit nur einem Touch oder Klick abgerufen werden. >>>Onlinehändler-News
Netflix setzt weiter auf hochwertigen exklusiven Content, um Kunden anzuziehen. Nach den sehr erfolgreichen eigenproduzierten Serien "House of Cards" und "Sense 8" plant das Video-Streaming-Portal jetzt offenbar einen abendfüllenden Spielfilm. Die Dreharbeiten zur satirischen Kriegs-Komödie "The War Machine" beginnen im August - mit Brad Pitt in der Hauptrolle. 2016 soll der Film auf Netflix und in ausgesuchten US-Kinos Premiere feiern. >>>Futurezone

- BACKGROUND -

E-Commerce-Stimmung: Zwar sah es bei Auftragseingang, Umsatz und Ertrag im Online-Handel schon mal rosiger aus, doch ist die Stimmung der deutschen E-Commerce-Branche weiterhin positiver als in der gesamten Wirtschaft. Das zeigt eine aktuelle Händlerstudie des bevh. >>>Internetworld
Kundenzufriedenheit: Die größten Faktoren für Kundenfrust im Online-Handel können von Online-Händlern nicht beeinflusst werden. Das ergab eine aktuelle Verbraucherstudie von YouGov. Demnach ärgern sich Kunden am meisten über Probleme bei der Zustellung, etwa eine "Nicht zustellbar"-Nachricht im Briefkasten, obwohl der Empfänger zuhause war. Die schlechte Nachricht für die Händler: Auch wenn der Online-Shop nicht schuld ist, nutzen Kunden den Shop oft nicht wieder, wenn sie sich über Versandprobleme geärgert haben. >>>Wirtschaftswoche
Poststreik: Rund 7 Millionen Briefe sind liegengeblieben, seit die Briefträger der deutschen Post am Montag nachmittag in den Streik getreten sind. Die Auswirkungen auf den Onlinehandel halten sich aber noch in Grenzen: Die 33 Paketzentren werden bisher nicht bestreikt. „Die Entscheidung, ob und wann auch diese Zentren einbezogen werden, behalten wir uns vor“, erklärt die Verdi. >>>Textilwirtschaft

- ZAHL DES TAGES -

Innerhalb von drei Tagen will Alibaba langfristig gesehen Bestellungen zu Empfängern überall in der Welt liefern. Diese Versandzeit soll innerhalb von fünf bis acht Jahren möglich sein. >>>Internet Retailer

- GEHÖRT -

"Dieses Burnout-Ding ist nichts fü rmich. Ich mag meine Arbeit. Eigentlich mag ich 98 Prozent meiner Tage - außer die bei Ikea."
Oliver Samwer kokettierte auf der Gründerkonferenz Noah in Berlin mal wieder über seinen Ruf als Workaholic - und sprach recht offen über geschäftliche Fehlentscheidungen und über die Zukunft: "Wir haben heute definitiv mehr Geld für Zukäufe." >>>Faz.net




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