E-Commerce-Trends 14.06.17 14.06.2017, 07:50 Uhr

Condé Nast setzt auf Farfetch statt Style.com

Amazon will in Europa Autos online verkaufen, Condé Nast beerdigt Style.com und macht stattdessen gemeinsame Sache mit Farfetch und Delinero erfindet sich neu und hofft auf die Mutter Gruner+Jahr.
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- NEWS -

Delinero: Der Delikatessen-Händler erfindet sich wieder einmal neu, räumt sein Sortiment kräftig auf und setzt auf emotionale Food-Fotografie sowie Inspiration - und auf die Marketing-Macht des Mutterkonzerns Gruner+Jahr. >>>Internetworld.de
HSE24: Der Teleshopping-Anbieter HSE24 hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 ein Umsatzplus verkündet. Vor allem dank der Online-Geschäfte und den Tochterunternehmen in Russland und Italien wächst das Unternehmen weiter. 754 Millionen Euro hat HSE24 im vergangenen Jahr umgesetzt, 164 Millionen Euro steuerte das E-Commerce-Geschäft bei. Ein Drittel dieser Umsätze wurden mobil erzielt. >>>DWDL.de
Monoqi: Die 2011 gegründete Designmöbelplattform erwirtschaftete im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 31 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 35 Prozent. Zum Jahresende waren rund 2,7 Millionen Nutzer bei Monoqi registriert (Vorjahr: 1,8 Millionen). Der Nettoumsatz stieg auf 23,2 Millionen Euro (Vorjahr: 17,2 Millionen) an. Im laufenden Jahr peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 35 und 40 Millionen Euro an. >>>Deutsche-Startups.de
Galeria Kaufhof: Das Warenhaus setzt auf die personalisierten Paketbeilagen des Münchener Start-ups Adnymics. Mit individueller Ansprache bis ins Versandpaket intensiviert der Omnichannel-Retailer damit seine Kundenbeziehungen und steigert die Wiederkaufrate – sowohl im Shop als auch in den Filialen. >>>Shopanbieter.de
Etsy Germany: Der Marktplatz für Handgemachtes gibt ein paar Zahlen heraus: Demnach sind 86 Prozent der Etsy-Verkäufer Frauen und im Durchschnitt 38 Jahre alt. Jeder vierte Etsy-Händler braucht Helfer für seine kreativen Produkte, weitere zwölf Prozent wollen in den kommenden zwei Jahren ihr Kleinstunternehmen ausbauen. 91 Prozent der Etsy-Händler exportieren zudem international. Weltweit haben die Etsy-Händler 2016 mit ihren Waren Bruttoumsätze in Höhe von 2,6 Milliarden Euro erzielt. >>>Pressemitteilung
Eismann: Der TK-Heimservice Eismann hat nun auch einen Chief Digital Officer. Die Position übernimmt der E-Commerce-Experte Sebastian Labud. Er soll neue Innovationskraft ins Haus bringen. >>>Lebensmittel Zeitung

- INTERNATIONAL -

Farfetch: Die Online-Luxusmodeboutique, die gestern ihren Börsengang angekündigt hat, will inhaltlich mit Condé Nast kooperieren und so ein nahtloses Shopping-Erlebnis mit redaktionellen Inhalten ermöglichen. Das hatte Condé Nast eigentlich mit der Anfang September 2016 gelaunchten Website Style.com vor. Deren Betrieb allerdings wird nun eingestellt und die Besucher auf Farfetch.com weitergeleitet. Mithilfe einer Technologie sollen Farfetch-Artikel in Condé-Nast-Inhalte ingegriert werden. Außerdem werden bestellbare Inhalte auf allen digitalen und sozialen Plattformen von Condé Nast angeboten. >>>Pressemitteilung
Amazon: Der E-Commerce-Riese will künftig in Großbritannien auch Autos verkaufen und seine Aktivitäten anschließend in andere Länder Europas ausdehnen. Die britische Börse reagierte verschreckt: Die Börsenkurse der größten britischen Online-Anbieter, darunter die Auto Trader Group, gaben nach unten nach. In Italien begann Amazon im vergangenen Jahr damit, zusammen mit Fiat in Italien limitierte Modelle zu verkaufen. Die Testphase, die Ende März endete, wurde verlängert. Außerdem kann man über die italienische Amazon-Seite jetzt auch Autos leasen. >>>Bloomberg.com
Amazon: „Amazon Prime Reload“ heißt ein neues Bonusprogramm von Amazon, das Nutzern zwei Prozent ihrer Einkäufe wieder gutschreibt, wenn sie über Guthaben auf ihrer Amazon-Gift-Card bezahlen. Das System ist perfide: Denn wer Bargeld bei Amazon hortet, kauft noch eher dort ein als bislang. >>>TechCrunch.com
Amazon: In Indien scheint sich der E-Commerce-Riese den Einstieg in den Online-Lebensmittelhandel durch die Übernahme von BigBasket erleichtern zu wollen. Das Unternehmen ist der größte Online-Supermarkt de Landes und liefert in 25 Städte in Indien aus. >>>Business-Standard.com
Alibaba: Selbst in einem Land wie China ist das E-Commerce-Wachstum begrenzt. Um die hundert Millionne im Ausland lebenden Chinesen mit einem neuen Angebot zu erreichen, startet Alibaba daher einen Marktplatz für Auslands-Chinesen. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Merkur Onlineshop: Seit einem Jahr bedient die Rewe-International-Tochter Merkur ihre Kunden in Österreich auch online über ihren  Webshop. Mittlerweile werden mehr als 14.000 Produkte im Netz angeboten. Bei einem durchschnittlichen Online-Einkauf werden 20 verschiedene Produkte im Wert von 84 Euro geordert. Vor allem Getränke und Frischeprodukte werden nachgefragt, der Bio-Anteil ist überdurchschnittlich hoch. Am liebsten wird mit Bargeld bei der Lieferung gezahlt. >>>Cash.at
Morningsave: Die ehemaligen Woot-Macher haben ein neues Baby: Unter Morningsave sollen Hersteller direkt verkaufen können. „Wir glauben an eine Internet-Zukunft ohne Händler als Mittelsmänner“, ist von den Gründern zu hören. >>>ExcitingCommerce
Ted Baker: Das britische Modelabel macht Fortschritte im Online-Handel. In den ersten 19 Wochen bis zum 10. Juni stiegen sie um 35,9 Prozent. Genaue Zahlen wurden allerdings nicht genannt. >>>Telegraph.co.uk

- BACKGROUND -

Supply Chain: Der Mangel an Echtzeittransparenz in der gesamten Lieferkette erweist sich im digitalen Handel als Hindernis und verursacht potenziell mehr Probleme – und mehr Umsatzeinbußen –, als vielen bewusst ist, zeigt eine aktuelle Studie des Supply-Chain-Anbieters Zetes. So erlaubt weniger als ein Drittel der Handelsunternehmen Kunden Zugriff auf die genauen Bestandsmengen in der Filiale, nur 20 Prozent der Unternehmen nutzen Systeme, die in Echtzeit aktualisiert werden. Viele einzelne Verbesserungen und totale Transparenz in der gesamten Lieferkette werden 2017 ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal und werden sich in der Zukunft stark auf die Kundentreue auswirken, sind die Studienautoren überzeugt. >>>Pressemitteilung
Online-Pricing: Eine aktuelle Studie von Blue Yonder, einem führenden Anbieter von künstlicher Intelligenz im Handel, zeigt: Traditionelle Kaufzyklen spielen im schnelllebigen Modehandel keine Rolle mehr. Ein saisonales Einkaufsverhalten der Verbraucher gehört der Vergangenheit an. Deshalb sind auch Einkaufszyklen von Handelsunternehmen von bis zu acht Monaten im Voraus nicht mehr zeitgemäß. Händler stehen heute vielmehr vor der Herausforderung, ihre Preisstrategien in Einklang mit einer schwer planbaren Nachfrage sowie den Rabatterwartungen der Kunden zu bringen – und dabei ihre Margen abzusichern. >>>Pressemitteilung
Cross-Border-Shopping: Zahlreiche Deutsche erfreuen sich am Cross Border Shopping. Dabei gibt es Länder, die für den internationalen E-Commerce interessanter sind als andere. In welchen Ländern kaufen die Deutschen am liebsten im Web ein? Die Grundlage für das Ranking bildet eine Statista-Umfrage vom März 2017. >>>Internetworld.de
Carsharing: Daimler und BMW investieren viel Geld in ihre Carsharing-Töchter. Durch sie lernen die Autobauer, wie der Kunde tickt. Sonst drohen sie eines Tages zum Zulieferer von Fahrdienst-Plattformen wie Uber degradiert zu werden. >>>Lead Digital

- ZAHL DES TAGES -

Für 8,05 Milliarden Franken sind die Schweizer Verbraucher im vergangenen Jahr im Schweizer Online-Handel einkaufen gegangen, schätzt der Verband des Schweizerischen Versandhandels. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings profitieren vom Marktwachstum vor allem die ausländischen Anbieter. Sie wuchsen im Vergleich zur inländischen Konkurrenz doppelt so stark. >>>NZZ.ch

- GEHÖRT -

"Produktsuchmaschinen sind nicht tot. Die relevanten Player sind wirtschaftlich gesund und stehen nicht vor dem Kollaps. Das Modell hat seine Herausforderungen, aber die Intermediäre haben es mit Tech-Kompetenz und relevanten Nutzerdaten selber in der Hand, in einer Plattform-Ökonomie eine weiterhin relevante Rolle zu spielen.“
Dennis Kallerhof, Leiter des Bereichs Marketing-Operations bei Shopping24 Internet Group, glaubt, dass den Produktsuchmaschinen das Totenglöckchen zu Unrecht geläutet wird. >>>Kassenzone.de




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