E-Commerce-Trends 01.02.2016 01.02.2016, 07:45 Uhr

Amazon.de setzt 2015 10,6 Mrd. Euro um

Währungsbereinigt legt Amazon Deutschland 2015 um 19 Prozent zu. Dieses satte Plus wird von Zooplus noch getoppt: Der Umsatz des Tierbedarf-Versenders wuchs um 30 Prozent.

- NEWS -

Amazon Deutschland hat auf den ersten Blick einen Umsatzrückgang zu verzeichnen: 2015 meldete der Online-Händler für seine .de-Präsenz einen Umsatz von 11,8 Milliarden US-Dollar nach 11,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Guckt man sich die Zahlen allerdings wie Jochen Krisch unter dem Vorzeichen der massiven Euro-Abwertung des letzten Jahres an, ergibt sich ein anderes Bild: Währungsbereinigt kommt Amazon Deutschland auf einen Umsatz von 10,6 Milliarden Euro und damit auf ein sattes Umsatzplus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. >>>Exciting Commerce
Zooplus hat 2015 742 Millionen Euro umgesetzt. Das entspricht einem Wachstum von 30 Proeznt gegenüber dem Vorjahr. Zudem übertraf der Tierbedarf-Versender mit dem Rekordumsatz knapp seine eigene Prognose, die er im Laufe des vergangenen Jahres bereits mehrfach nach oben korrigiert hatte. >>>neuhandeln
Gleich zwei Zalando-Neuigkeiten in Köln: Der Onlinehändler testet in der Domstadt einen neuen Service: Retouren werden beim Kunden kostenlos abgeholt. Außerdem soll im Kölner Shopping-Center DuMont Carré das dritte Zalando-Outlet entstehen. Das Geschäft soll spätestens im Frühsommer öffnen und über 1.000 Quadratmeter Fläche bieten. >>>Onlinehändler-News, >>>Textilwirtschaft
Der Lieferdienst foodora geht in sechs weiteren deutschen Städten an den Start. Innerhalb der nächsten acht Wochen sollen Kunden aus Nürnberg, Bonn, Wiesbaden, Essen, Hannover und Bremen sich dann Lieblingsgerichts aus hochkarätigen Sterne-Restaurants binnen einer halben Stunde liefern lassen. >>>per Mail

Der Luxusmode-Shop Stylebob hat die neue Position "Editorial Director" eingeführt. Erste Chefredakteurin und damit verantwortlich für alle redaktionellen Fashion-Inhalte wird Jennivor Dixon. Sie kommt von der Modezeitschrift InStyle. >>>Textilwirtschaft
Tambini wird seine Produkte rund um Kindergeburtstage und Mottopartys ab Februar nicht nur im Internet, sondern auch im stationären Einzelhandel anbieten. Dazu hat das Startup eine Kooperation mit Galeria Kaufhof geschlossen. In 39 Kaufhof-Filialen werden dann die Mottoboxen "Pferde" und "Polizei erhältlich sein. >>>per Mail

- INTERNATIONAL - 

Ein internes Papier befeuert die Gerüchteküche rund um einen möglichen Logistik-Service von Amazon. In dem Schreiben werden erstmals Unternehmen, die "Logistik- und Fulfilment-Services für sich oder Dritte" anbieten als Konkurrenz eingestuft. Amazon selbst bezeichnet sich darin als "Transportation Service Provider". >>>Wall Street Journal

- BACKGROUND -

Performance: Wem die Schnelligkeit des eigenen Shops in Zeiten von VDSL zweitrangig erscheint, der sollte mal einen Blick auf diese Infografik werfen. Ein Auszug: 47 Prozent der Besucher erwartet eine Ladezeit von unter zwei Sekunden. Jede Sekunde, die eine Website zu lange lädt, verringert die Kundenzufriedenheit um 16 Prozent. 40 Prozent der User wird den Seitenbesuch abbrechen, wenn die Seite länger als drei Sekunden lädt. >>>Dr. Web
Multichannel: Die Zukunft des E-Commerce liegt im stationären Handel - diese steile These stellt der Guardian in einem Artikel auf. Als Hauptargument dienen die Stationärfilialen von über 20 ehemaligen US-amerikanischen Pureplayern - allen voran Amazon. >>>Guardian
Paydirekt: Wie macht sich das neue Bezahlverfahren der Banken? INTERNET WORLD Business hat sich unter den Händlern umgehört, die schon dabei sind - und traf auf Lob und Kritik gleichermaßen. >>>Internetworld

- ZAHL DES TAGES -

Um 12 Prozent wuchs der deutsche E-Commerce 2015, berechnet der HDE. Für 2016 sagt der Handelsverband ein Plus von 11 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro voraus. Dann könnte erstmals jeder zehnte Euro, den deutsche Verbraucher im Einzelhandel ausgeben, im Netz erwirtschaftet werden. >>>Welt.de
1.050  Pfund geben britische Online-Shopper pro Jahr für Einkäufe im Netz aus, so eine Studie von der Internet World Messe. Damit bleiben die Briten in Sachen E-Commerce Weltspitze, vor den USA (1.001 Pfund pro Jahr) und Deutschland (915 Pfund pro Jahr). >>>Internet Retailing

- GEHÖRT -

„Unsere Logistikpartner sind einfach nicht mehr in der Lage alle unsere Aufträge in Spitzenzeiten abzuwickeln. Sie sind und waren dennoch großartige Partner von Amazon, weshalb wir auch in Zukunft weiter mit ihnen zusammenarbeiten werden. Gleichzeitig aber sehen wir uns gezwungen, eigene Ressourcen aufzubauen“
Amazon-Finanzchef Brian Olsavsky wiegelt in Bezug auf die Logistik-Bemühungen seines Konzerns ab: Das alles geschehe ja nur, um die Dienste der Logistik-Partner in Spitzenzeiten zu ergänzen, nicht zu ersetzen. Manchem Marktbeobachter fällt dazu wohl der gute alte Faust ein: "Die Worte hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube..." >>>Logistik-Watchblog

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