E-Commerce-Trends 11.08.2017 11.08.2017, 08:00 Uhr

Amazon schafft Mindestverkaufsgebühr ab

Amazon schafft die Mindestverkaufsgebühr für Marketplace-Händler ab, Windeln.de schließt seinen Schweizer Standort und American Apparel bietet in seinem neuen Webshop Kleidung, die nicht in den USA gefertigt wurde, günstiger an.
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- NEWS -

Amazon: Zum 1. September schafft Amazon die Mindestverkaufsgebühr von 50 Cent für Marketplace-Händler ab. In Zukunft wird ausschließlich ein bestimmter Prozentsatz des Gesamtverkaufspreises berechnet. So wird vermieden, dass Händler bei Produkten für einen Euro zum Beispiel eine Gebühr von 50 Prozent bezahlen müssen. >>> Shopanbieter 
Windeln.ch: Windeln.de hat sich einen Sparkurs verordnet, dem nun der Standort in der Schweiz zum Opfer gefallen ist. Der Onlinehändler verspricht sich dadurch erhebliche Kosteneinsparungen und wird die Schweiz künftig von München aus bedienen. >>> carpathia 
Windeln.de: Das Unternehmen will sich in seinem Kerngeschäft Drogeriewaren mit einer neuen Eigenmarke profilieren. Wie CEO Alexander Brand im Gespräch mit der Lebensmittelzeitung ankündigte, plant der Pure Player für den Spätsommer die Einführung einer eigenen Windel-Marke. >>> Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten) 
Zalando: Im ersten Halbjahr 2017 kletterten die Umsätze des Berliner Modeversenders um 21,5 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum verzeichnete Zalando hier noch ein Wachstum von 25 Prozent. Die Marge sank von 5,9 Prozent im ersten Halbjahr 2016 auf jetzt 4,9 Prozent. Grund für den schmäleren Gewinn ist die Investitionsstrategie von Zalando, die das künftige Wachstum ermöglichen soll. >>> Internetworld 
Rossmann: Der Online-Handel von Rossmann weist nach den Aussagen von Unternehmersohn Raoul Roßmann zwar hohe Wachstumsraten auf, allerdings auf niedrigem Niveau. Ohne Milchnahrung, die online zehn bis 15 Prozent der Umsätze ausmacht, wäre der Absatz noch bescheidener. Von der Kooperation mit Amazon Prime Now erhofft sich Roßmann, Neues über Prozesse, Kunden und reibungslose Bestellabläufe zu erfahren. Zudem soll die Zusammenarbeit die Eigenmarke und die Wahrnehmung der Marke Rossmann stärken. >>> Lebensmittelzeitung (Print) 
Rewe: Der Online-Supermarkt wurde von Foodwatch wegen fehlender Nährwertangaben bei einigen Eigenmarken abgemahnt. Jetzt besserte das Unternehmen nach - und gab eine Unterlassungserklärung ab. >>> Lebensmittelzeitung (Print) 
E-bot7: Das Münchner Startup entwickelt Chatbots für den Kundenservice von Unternehmen. Jetzt hat unter anderem die Commerzbank einen sechsstelligen Betrag in E-Bot7 investiert. >>> Gründerszene 
Greenist: Der Onlineshop verkauft nur gesunde und pflanzliche Lebensmittel. Er wurde von Thorsten Piontek gegründet, der mit 7mobile.de seit 2001 Smartphones und Tablets vertreibt. Gemeinsam mit einem Team aus Biochemikern und Ökotrophologen nimmt Piontek bei greenist nun die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Beauty-Produkten unter die Lupe. >>> deutsche startups 
MyMuesli: Die Online-Marketing-Agentur Absolit hat die E-Mail-Marketing-Aktivitäten von über 3.000 Unternehmen im Deutschland analysiert. Untersucht wurden dabei unter anderem die Technik, Daten-Sicherheit, Rechtssicherheit, die Methoden zu Adressgewinnung, der Grad der Automatisierung, die Gestaltung und die mobile Optimierung. MyMuesli schnitt in der Untersuchung am besten ab. >>> e-tailment 
MyTime: Seit 1. August wird das Trockensortiment der Bünting-Tochter von Delticom abgewickelt. Und das führt offenbar kurzfristig zu Problemen. Wie das Unternehmen seinen Kunden mitteilte, würden Bestellungen derzeit etws länger als gewohnt dauern. >>> Lebensmittelzeitung (Print)

- INTERNATIONAL -

American Apparel: Die US-amerikanische Modemarke, die vor kurzem vom kanadischen Textilkonzern Gildan Activewear gekauft wurde, hat ihren Onlineshop relauncht. Dort können die Kunden jetzt zwischen "Made in USA" und "Globally Made" wählen. Die patriotische Variante kostet bis zu 26 Prozent mehr. >>> Fashion United 
Alibaba: Laut Kronenzeitung werden auf der chinesischen Handelsplattform "refugee boats", also Boote für Flüchtlinge angeboten. Ein Screenshot zeigt eine Offerte für Schlauchboote, die ab einem Preis von 800 US-Dollar zu haben sind. Zielgruppe sind offenbar Schlepper. Nach unseren eigenen Recherchen wurden die Angebote inzwischen gelöscht. >>> Kronenzeitung 
Flipkart: Der indische Online-Marktplatz bestätigte am Donnerstag, dass die japanische Softbank in das Unternehmen investiert hat. Eine Summe wurde nicht genannt, beide Seiten bestätigten jedoch, dass es sich "um das größte private Investment in ein indisches Tech-Unternehmen" handelt. >>> Tech Crunch 
Walmart: Der Handelsriese bietet seinen Kunden über die App "Scan & Go" testweise in 16 Märkten in den USA Scannen und Bezahlen per Smartphone an. Schlange stehen an der Kasse wird so hinfällig. >>> Lebensmittelzeitung (Print)
Ikea: Die smarten Lampen des schwedischen Möbelhauses können künftig auch über Apple’s HomeKit, Amazon Alexa und Google Home per Spracheingabe gesteuert werden. >>> Tech Crunch 
Uber: Der Ärger hört nicht auf. Einer der größten Anteilseigner des Fahrdienst-Vermittlers hat den ehemaligen Unternehmenschef verklagt. Travis Kalanick wird vorgeworfen, Investoren getäuscht zu haben, um mehr Macht im Führungszirkel erlangen zu können. >>> Handelsblatt 
Blue Apron: Der Kochboxen-Versender hat am Donnerstag erstmals seit dem Börsengang Ende Juni seine Quartalszahlen bekannt gegeben - und die kommen bei den Aktionären alles andere als gut an. An der Börse sank der Aktienpreis auf ein neues Tief von nur knapp fünf US-Dollar. >>> NGIN Food 

- BACKGROUND -

Amazon-Eigenmarken: Immer häufiger sichern sich E-Commerce-Händler eigene Marken für bestimmte Produktgruppen. Einem Artikel auf t3n schildert, hinter welchen Markennamen Amazon steckt. >>> t3n 
Sommerloch: Das Sommerloch macht sich auch im Onlinehandel bemerkbar, doch der Amazon Prime Day , der dieses Mal am 11. Juli stattfand, sprengte wie erwartet sämtliche Rekorde. Dadurch hielt sich das Tief im Rahmen. >>> Onlinehändler News 
Amazon Marketplace: Der Konkurrenzkampf auf Amazon nimmt zu. Marketplace Advertising (MPA) und Marketplace Optimization (MPO) gewinnen an Bedeutung. Um sicherzustellen, dass sie die bestmögliche Performance zeigen, ist eine Analyse durch Marketplace Intelligence (MPI) nötig. >>> Internetworld 

- ZAHL DES TAGES - 

Mehr als die Hälfte der Deutschen kauft häufiger online ein als stationär. Der Mehrheit ist es inzwischen egal, wo sie shoppen und jeder Vierte könnte auf Läden komplett verzichten. Das ergabe eine Umfrage des Cashback-Anbieters Shoop.de. >>> acquisa 




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