Umsatzplus von 15 Prozent 29.10.2014, 15:45 Uhr

Stationäre Händler wachsen im Web

Stationäre Händler werden mit ihren Online-Shops in diesem Jahr rund 13 Milliarden Euro umsetzen - ein Plus von 15 Prozent. Getrieben wird das Wachstum von den großen Marken.
Erst gucken, dann online bestellen?
(Quelle: Shutterstock.com/Nina Buday)
Nach aktuellen Hochrechnungen des IFH Köln steuert der Online-Handel 2014 auf ein neues Rekordhoch zu: Das Marktvolumen wird voraussichtlich knapp 43 Milliarden Euro erreichen. Die Internet-Pure-Player können ihren Anteil am Gesamtmarktvolumen erneut ausbauen und entwickeln sich mit knapp 16 Milliarden Euro Umsatz weiterhin zur dominierenden Vertriebsform.
Doch die Ergebnisse des neuen "IFH-Branchenreport Online-Handel" zeigen: Auch die stationären Händler mit ihren Online-Shops behaupten ihre Position im E-Commerce und können die zwischenzeitlichen Anteilsverluste teilweise wieder aufholen. Im Jahr 2014 werden über diesen Vertriebsweg rund 13 Milliarden Euro umgesetzt - das entspricht einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit geben die deutschen Online-Shopper fast jeden dritten Euro in den nach IFH-Analysen rund 80.000 Online-Shops ursprünglich stationärer Händler aus.

Umsatz stationärer Händler im Web
(Quelle: IFH Köln)
Obwohl hart umkämpft, liefert der Sortimentsbereich Consumer Electronics & Elektro den Online-Shops stationärer Händler seit 2011 kontinuierlich wachsende Umsatzanteile. "Ein Wettbewerbsplus der ursprünglich stationären Händler im E-Commerce ist der Vertrauensvorschuss der Konsumenten und die Bekanntheit der Händlermarke", erklärt der Autor der Studie Hansjürgen Heinick. Vor allem die Online-Shops von Media Markt und Saturn hätten zu den deutlichen Verschiebungen der Marktanteile zugunsten der Stationären beigetragen.
Die Media-Saturn-Holding eröffnete im September 2014 einen ersten Drive-in, in dem Online-Kunden von Media Markt ihre bestellte Ware selbst abholen können. Nun setzt das Unternehmen die Strategie auch bei seiner zweiten Elektronikmarktkette Saturn fort: Künftig können Online-Käufer Artikel im Internet bestellen und dann selbst vor Ort abholen. Der Service, den Saturn zunächst in Ingolstadt einführt, gilt als Pilotprojekt für alle übrigen Märkte der Kette in Deutschland.
Wie sich die Umsätze im M-Commerce entwickeln, hat unter anderem das "Zanox Mobile Performance Barometer" untersucht: Demnach sind vor allem die Besitzer von Apple-Geräten besonders spendabel beim Einkauf per Smartphone oder Tablet.




Das könnte Sie auch interessieren