Mehr Läden geplant 10.11.2014, 08:26 Uhr

Burda will mit Cyberport stationär wachsen

Der Burda-Verlag stärkt seine Handelssparte und will mit seinem E-Commerce-Unternehmen Cyberport neue Ladengeschäfte eröffnen. Zudem sind weitere Unternehmenszukäufe geplant.
(Quelle: Shutterstock.com/360b)
Der Elektronik-Online-Händler Cyberport, derzeit mit 14 Niederlassungen vertreten, will weitere Geschäfte eröffnen. Das sagte Stefan Winners, Digitalchef des Mehrheitseigners Burda, der Wirtschaftswoche. "Wir werden in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern in hochfrequentierten Lagen weitere Stores aufmachen", so Winners. Zunächst stehe ein zweiter Laden in Wien auf dem Programm. "An weiteren Standorten sind wir auf der Suche nach geeigneten Immobilien."
Über die stationären Geschäften will Burda jene Käufergruppe erreichen, die dem E-Commerce kritisch gegenüberstehen. Bereits jetzt mache die Abholung online bestellter Ware in manchen Filialen bis zu 30 Prozent des Umsatzes aus, erklärte Winners. Cyberport werde 2015 mehr als eine halbe Milliarde Umsatz machen und dennoch profitabel sein. Derzeit liegt das Unternehmen auf Rang sechs der zehn umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland:

Eine Studie von Statista und dem EHI hat die Top Ten der deutschen B2C-Online-Shops ermittelt. INTERNET WORLD Business zeigt, welche Unternehmen den meisten Umsatz im Netz machen.

Die Hubert Burda Media Holding, die Digitalsparte des Münchener Medienkonzerns, will durch Zukäufe weiter wachsen. "Wir scannen den Markt kontinuierlich nach neuen Beteiligungsmöglichkeiten. Dieses Jahr haben wir uns über 150 Unternehmen angeschaut", so der Burda-Digitalchef. Dabei gehe es um Unternehmen, die einen Umsatz in hoher zweistelliger Millionenhöhe erzielen und nachhaltig profitabel sein könnten. Besonders im Fokus stünden dabei Vergleichsportale und E-Commerce. Winners: "Für uns haben sich in den letzten Jahren vor allem die Beteiligungen gelohnt, die ein etabliertes Geschäftsmodell hatten und schon profitabel oder kurz davor waren."
Immer mehr Medienhäuser steigen in den E-Commerce ein. Webshops und Online-Marktplätze lassen die Digitalerlöse steigen - und schaffen dadurch Unabhängigkeit von Werbeumsätzen.
 

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