Übernahme 03.07.2015, 09:36 Uhr

Helpling kauft Hassle.com

Der Haushaltshilfen-Vermittler Helpling schnappt sich Hassle.com. Durch diese Vereinigung wollen die Unternehmen Marktführer im Bereich Online-Buchungen von Putzdienstleistungen werden.
Haushaltshilfen-Vermittler schließen sich zusammen
(Quelle: Fotolia.com/Picture-Factory)
Helpling, Online-Vermittler von Haushaltshilfen, übernimmt das britische E-Commerce-Unternehmen Hassle.com. Gemeinsam streben die Online-Portale die Marktführerschaft in diesem Bereich außerhalb der USA an.
Eigenen Angaben zufolge dominiert Hassle.com das Geschäftsmodell mit der Vermittlung von Haushaltshilfen in Europa seit seiner Gründung im Jahr 2012, in UK und Irland.
Helpling ist erst vor einem Jahr gegründet worden und schon jetzt in zwölf Märkten präsent. Das Unternehmen hat bisher 56,6 Millionen Euro Wachstumskapital von Investoren wie Lakestar, Mangrove und Rocket Internet gesammelt. Ziel des Zusammenschlusses ist, die Marktführerschaft in Europa auszuweiten. Zusammen werden die beiden Unternehmen in 14 Märkten operieren, darunter in strategisch wichtigen Städten wie London, Berlin und Paris.

Das Jahr 2015 war noch jung, da haben die Samwers bereits mit einigen großen Zukäufen ihr Rocket-Internet-Imperium vergrößert. INTERNET WORLD Business zeigt die wichtigsten Eroberungszüge.

Im März sammelte Helpling in einer neuen Finanzierungsrunde rund 43 Millionen Euro Kapital ein. Damit will das Unternehmen seine Expansion weiter vorantreiben und insbesondere die regionale Verfügbarkeit der Reinigungsdienstleistungen ausbauen.
Claude Ritter, COO & Co-Founder von Helplings Konkurrent "Book a Tiger", äußert sich erwartungsgemäß kritisch zu dieser Übernahme: "Die Übernahme ist ein interessanter aber teurer Schachzug, der bald noch einige Köpfe kosten könnte. Ich denke Helpling musste diesen Schritt aber gehen, da ihnen die Investoren im Nacken sitzen. Das Produkt von Helpling ist relativ schwach und mit der Übernahme eines etablierten Players konnten sie nicht nur weiter expandieren, sondern auch ganz einfach ein besser funktionierendes System hinzukaufen. Meine Außensicht ist aber, dass die Unternehmenskultur beider Unternehmen nicht unterschiedlicher sein könnte. Da wird es auf jeden Fall noch einige Veränderungen geben. BOOK A TIGER fährt eine ganz andere, aber sehr erfolgreiche Strategie: erst perfektionieren, dann expandieren."



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