Nur 3 menschliche Mitarbeiter 07.02.2017, 15:07 Uhr

Amazons Supermarkt der Zukunft

Wie sieht der Supermarkt der Zukunft aus? Wenn es nach Amazon und seinem Shopping-Konzept "Go" geht, braucht es nur noch drei menschliche Mitarbeiter.
Wie sieht der Supermarkt der Zukunft aus?
(Quelle: Amazon)
Im Dezember läutete Amazon mit einem Supermarkt in Seattle die Testphase für sein neues Shopping-Konzept "Amazon Go" ein. Dabei handelt es sich um eine Einkaufsmöglichkeit in einem stationären Laden, bei der man Waren erstehen kann ohne sich am Ende an einer Kasse anstellen zu müssen. Nun will der Online-Händler das Konzept auch auf London ausweiten.
An Ideen für den Supermarkt der Zukunft mangelt es nicht. Schon jetzt checkt der Kunde einfach mit Hilfe einer App ein. Nimmt er im Laden ein Produkt aus dem Regal, registrieren Sensoren, welcher Artikel und wie viele davon der Shopper genommen hat. Ändert der Kunde seine Meinung und legt das Produkt zurück, wird der Artikel automatisch wieder von der Einkaufsliste entfernt. Des Weiteren wird der Einkauf von selbstlernenden Algorithmen und einem Computersystem überwacht. Beim Verlassen des Stores checkt sich der Kunde wieder aus und die Kosten für den Einkauf werden ihm automatisch von seinem Amazon-Konto abgebucht.

Nur noch drei menschliche Mitarbeiter

Kein Wunder also, dass die futuristischen Ideen gerade einmal drei menschliche Mitarbeiter einplanen. Das soll ein besonderer Aufbau des Ladens ermöglichen. Im Erdgeschoss wählen die Kunden ihre Produkte aus. Diese werden von Robotern in der ersten Etage aus den Regalen genommen. Zu den Waren zählen populäre Produkte wie frisches Obst und Gemüse, Eier, Fleisch, Käse oder Bier und Wein.
Ein Mitarbeiter wäre dann für den Warennachschub verantwortlich, der zweite würde sich um die Registrierung von Kunden für Amazon Prime oder Amazon Go kümmern und der dritte soll Lieferungen für die Kunden zusammenstellen, die den Laden nicht direkt besuchen wollen, sondern sie wie in "Pick-up Stores" nur abholen.
Das Konzept könnte sich für Amazon lohnen: Wie das Food Marketing Institut ausgerechnet hat, könnte das Ganze zu einer operativen Gewinnspanne von mehr als 20 Prozent pro Laden führen. Im klassischen Supermarkt in den USA liegt er bei derzeit durchschnittlich 1,7 Prozent, schreibt nypost.com. Jeff Bezos indes wehrte sich inzwischen auf Twitter gegen die Aussagen: "Wenn jemand weiß, wie das funktionieren soll, kann er mich gern anrufen", so der Amazon-Chef, so der Amazon-Gründer schnippisch.




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