In den Miesen
24.04.2015, 08:20 Uhr

Amazons erstes Quartal 2015 lief schlecht

Beim Umsatz sah es im ersten Quartal 2015 von Amazon gut aus. Doch von Gewinn, anders als im vierten Quartal 2014, keine Spur: Der US-Konzern fuhr einen Verlust in Höhe von 57 Millionen US-Dollar ein.
(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)
Auch wenn der Umsatz bei Amazon brummt - das erste Quartal 2015 schloss der Online-Marktplatzbetreiber mit einem Verlust ab. Mit 57 Millionen US-Dollar stand der Konzern in den roten Zahlen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 108 Millionen US-Dollar hingelegt.
Der Verlust dürfte wohl unter anderem auf die zahlreichen Projekte zurückzuführen sein, an denen der Konzern derzeit  arbeitet, darunter die Paketauslieferung per Drohne und das Video-Streaming. Doch auch Investitionen in die Infrastruktur schlagen zu Buche.
Mit dem Umsatz im ersten Quartal 2015 konnte Amazon die Erwartungen der Analysten dagegen sogar übertreffen. Insgesamt 22,7 Milliarden US-Dollar setzte Amazon in den ersten drei Monaten des Jahres um, das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, als es noch 19,7 Milliarden US-Dollar gewesen waren.
Interessant: Zum ersten Mal gab Amazon Einblick in seine Web-Services-Division. Diese setzte im ersten Quartal 1,57 Milliarden US-Dollar um und hat damit einen Anteil von sieben Prozent am Gesamtumsatz des Unternehmens.
Für das laufende Quartal erhofft sich der Konzern in seinem Finanzbericht einen Umsatz in Höhe von 20,6 bis 22,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben bis 18 Prozent entspräche. Beim Ertrag ist dagegen alles drin: Amazon setzt diesen zwischen 500 Millionen US-Dollar Verlust und 50 Millionen US-Dollar Gewinn an.
In Deutschland hat Amazon vor wenigen Tagen ein Pilotprojekt angekündigt: Das Unternehmen testet die Auslieferung von Paketen in den Kofferraum der Kunden. In den USA startete Amazon kürzlich die Travel-Seite Destinations.
Weltweit 270 Millionen Verbraucher sind bei Amazon registriert. In Deutschland besuchten im Oktober 2014 knapp 25 Millionen Nutzer den Marktplatz. Wie mächtig der Konzern ist, zeigen Statistiken.
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