Kara Swisher: fünf Trends
24.09.2009 10:38 tga
Kara Swisher, Silicon-Valley-Expertin und BoomTown-Autorin, stellte zur Eröffnung des zweiten Messetags der dmexco ihre fünf Trends für die digitale Zukunft vor.
"Das Silicon Valley befindet sich im Umbruch", sagt Swisher. "Auch im Werbemarkt geht der Trend zum Internet - vor allem junge Leute haben sich von den traditionellen Medien abgewendet. Die Werbebranche muss da noch nachziehen."
- Das Internet ist überall. Die Endgeräte werden kleiner: "iPhones ändern die Art, wie Menschen über Computer denken."
- Computer werden durch Gesten gesteuert: Die Kunden wollen nicht nur betrachen, sie wollen interagieren. "Ich rede nicht nur von Screens, die auf Fingerdruck reagieren, ich rede von Augenbewegungen und Körperbewgungen, um Computer zu steuern."
- Monitore sind allgegenwärtig: "Sie werden nicht nur Bilder zeigen, sondern auch Menschen lesen."
- Offenheit muss sein: "Für Innovationen ist es unabdinglich, offen zu sein. Keine Firma darf das Web und damit die Welt dominieren."
- Das Echtzeit-Internet setzt sich durch: "Das Web wird nicht mehr statisch sein, es wird sich in Echtzeit verändern - und das ist eine Herausforderung für Marketer." Twitter sei ein gutes Beispiel dafür. "Es geht nicht darum, was die Leute dort schreiben, ob sie sich einen Kaffee holen. Es geht darum, dass die User massenhaft Inhalte produzieren." Soziale Netzwerke unterscheiden sich nicht von Interaktionen im echten Leben. "Werbung funktioniert künftig vielleicht nicht mehr, deshalb ist es jetzt an der Zeit, über neue Wege nachzudenken."
der Osz am 24.09.2009
Mhmmm... . Na jaaa... .
Alles schön und gut, aber das ist mir alles zu vage.
Zunächst einmal: WANN in der Zukunft? In 2, 10, 20 oder 50 Jahren? Das ist ein sehr weit dehnbarer Begriff.
Dann sind die aufgezählten Trends nichts wirklich Neues – mich hauen sie jedenfalls nicht vom Hocker.
Zu Punkt 1: Ja, kleiner werden die Geräte schon seit je her, das hätte ich auch sagen können und dass das Internet überall sein wird, ist auch nicht schwierig zu erraten, denn die Ansätze sind heute längst bekannt und kein Geheimnis mehr. Und die Technik ändert seit je her den Menschen im Tun und Denken.
Zu Punkt 2: Auch kein Geheimnis und erst recht kein Novum. Einzig die Verbreitung und Akzeptanz leiden noch etwas. Aber dass es kommen wird, weiß man nicht erst seit Microsofts interaktivem Tisch, auf dem man sich Fotos zuschieben kann oder Apples iPhone mit Bewegungssensoren.
Zu Punkt 3: Die Vision hatte auch schon George Orwell in 1984 und wer weiß wie viele andere auch noch. Dass Monitore allgegenwärtig sind, ist meiner Meinung auch jetzt schon der Fall. Wo gibt es sie nicht? Supermärkte, Banken, Messen, Kneipen, diverse Terminals, sonstige Veranstaltungen, etc. haben schon Monitore. Was hat denn mein Handy? Auch ein Display, also auch einen Monitor. Das habe ich auch immer mit.
Zu Punkt 4: Das wird schon seit langer Zeit gepriesen. Und alles richtet sich auf bzw. gegen Microsoft und einige andere Firmen.
Zu Punkt 5: Ähm... statisch? Ähh Hello?! Wir haben 2009 – Twitter, Blogs, diverse CMS, Digg, del.ici.ous und eine groooße Menge anderer interaktiver, dynamischer Web-Anwendungen. Nennt sich auch Web 2.0.
Tom am 24.09.2009
Sorry....
aber diese Aussagen sind keine. Sie sind ehr eine Ansammlung von Kraftlosen Phrasen, so wie wir sie von Politikern gewohnt sind... so wie:" Deutschland kann mehr"
Zusätzlich hat die Dame offensichtlich einiges verschlafen, das Internet IST bereits nichtmehr statisch. Was soll man mit einer Aussage wie im vierten Punkt anfangen.
Ich glaube, einer der neuen Trends ist es, das immer mehr Menschen, gerade aus dem Bereich Online-Marketing, immer mehr Phrasen und Behauptungen aufstellen welche mit der Realität nix gemein haben.
in diesem Sinne