Yoose
Coupons auf Handys und versteckt in Apps

Geissendoerfer wirbt in
Deutschland und Asien
Coupons über das Display von Handys einlösen: Das ermöglicht Yoose mit einer Website, mit cleveren Coupon-Strategien und mit der Integration von Gutscheinen in Apps.
Für eine Vertriebskarriere in einem Konzern, das erkannte Christian Geissendoerfer (38) vor drei Jahren, war er zu jung, fürs Unternehmertum nicht. So widmete sich der Wirtschaftsinformatiker, der Erfahrungen bei Lotus Notes, Viag Intercom und IBM gesammelt hatte, seinem Lieblingsthema und screente die Chancen im Bereich mobile Dienste mit Lokalisierungsfunktionen: Nach Dating und Werbung entdeckte er Coupons und entwickelte mit einem Team aus freien Programmierern Yoose.
„Wir entwickeln eigene Apps, bieten eine Mobile Website und integrieren Coupons in die Apps anderer”, erläutert Geissendoerfer und grenzt damit Yoose auch von Konkurrenten wie Coupies ab. Yoose unterstützt inzwischen nicht nur alle gängigen mobilen Plattformen, sondern verbreitet die Rabattgutscheine mit allen mobilen Mitteln: per SMS, E-Mail-Links, über die eigene Mobile Site und eben über Apps. „Zielgruppe von Yoose sind Unternehmen, die mindestens einen stationären Laden haben”, sagt Geissendoerfer. Für diese entwickelt das Berliner Start-up Coupon-Kampagnen, die bei Bedarf in thematisch passenden Apps verbreitet werden: „Der Nutzen von Bannern im mobilen Internet ist eher gering, aber über Apps lassen sich Zielgruppen gezielt ansprechen”, meint Geissendoerfer dazu.
Eckdaten

Christian Geissendoerfer
- Gründung: Erste Vorbereitungen 2008,
Gründung der GmbH Dezember 2008,
Online-Start September 2009. Marktstart
Februar 2010 - Geschäftsmodell: Dienstleister für mobile
Services gegen Honorar, Umsetzung von
Coupon-Kampagnen nach Etat, erfolgsbasierte
Verbreitung von Apps - Mitarbeiter: 5, dazu freie Dienstleister
- Finanzierung: Eigenmittel, Preisgelder,
erste Umsätze - Sitz: Berlin und Singapur
„Entwicklern bieten wir so zudem eine Chance, ihre Apps zu monetarisieren.” Um stets informiert zu werden, wo es in der Nähe Rabatte gibt, können Smartphone-Nutzer das Yoose-Widget herunterladen oder regelmäßig bei Yoose vorbeischauen. Einzulösen sind die Coupons sofort über das Display an der Ladentheke. Erste Tests stimmen zuversichtlich, haben dem Start-up Preisgelder und Anerkennung und auch Einkünfte eingebracht, mit denen die Weiterentwicklung der Technik finanziert wird. „Für mehr Einnahmen helfen wir anderen Coupon-Anbietern, ihre Dienste ins mobile Netz zu bringen”, berichtet Geissendoerfer. Die Netzpiloten vertrauen auf Yoose, aber auch Sparbon.de. Schon ist der Gründer mit der Expansion beschäftigt: Weil seine Frau zurzeit in Singapur eingesetzt ist, wirbt Geissendoerfer nun hier für Yoose-Dienste: „In Asien ist die mobile Nutzung weiter und das Interesse höher”, beobachtet er. „Und für Geschäfte im Internet ist es eigentlich egal, wo ich gerade sitze.” Auf sein Team in Berlin kann er sich offensichtlich gut verlassen.
Empfohlen von: Michael Backes
Urteil von Juror Michael Backes: „Yoose verknüpft Mobile Coupons mit Loyality-Programmen, könnte ein deutsches Cell-Fire und sehr erfolgreich werden.“
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