Yiid
Datensammler in sozialen Netzwerken

Ripanti: Gewinn mit
und in sozialen Netzwerken
Facebook, Xing und Lokalisten: Netzwerkern hilft Yiid beim Managen der Kontakte. Yiid vereint die Neuigkeiten aller Communitys auf einer Seite.
Okay, er hat ein berufliches Interesse, aber Marco Ripanti ist Mitglied von 400 Communitys. In mindestens zehn ist er aktiv. „Den Rest screene ich aus Interesse und zur Inspiration”, meint der Chef von Ekaabo, einer Agentur, die im Auftrag von Organisationen Netzwerke im Internet knüpft und eigene betreibt. Von dreien hat sich Ripanti vor gut einem Jahr getrennt – um Yiid zu starten: „So können wir Yiid konzentriert aufbauen.” Yiid ist ein Sammler, der Neues aus den Communitys seiner Mitglieder vereint.
„Wir haben mit dafür gesorgt, dass es viele Communitys gibt”, räumt Ripanti ein. „Yiid ist eine der wenigen Plattformen der Welt, die alle offenen Standards unterstützt, und so automatisiert Registrierungen, Kontaktwünsche oder Nachrichten auslesen kann.” Bei Yiid eingeloggt, verschafft sich Netzwerker Ripanti mit einem Klick den Zutritt in seine 400 Netze und verfolgt, was sich dort tut. Obwohl die Idee nahelag – das Konzept ist noch nicht ausgereift. Aber Ripanti weiß, wie er verdienen kann. Noch ist die Mitgliedschaft gratis, wenn der Nutzen von Yiid bekannt ist, kann sie kosten. Firmen die aus Marketing-Zwecken klüngeln oder Mitarbeiter dazu anhalten, bezahlen bereits für Unternehmens-Accounts.
Eckdaten

Marco Ripanti
- Gründung: Yiid ist ein Angebot der Agentur
Ekaabo, die 2007 gegründet wurde
und Communitys aufbaute. Yiid startete
im April 2009 online. - Geschäftsmodell: Aggregator für Online-
Netzwerke, kostenpflichtige Premiumservices
und Unternehmens-Accounts; erfolgsbasiert
abgerechnetes Empfehlungsmarketing
für Netzwerke und Communitys - Nutzung: 5.500 Nutzer seit dem Start,
jeder Dritte lebt im Ausland - Mitarbeiter: 10 in der Agentur, 8 für Yiid
- Finanzierung: Gründer
- Sitz: Weinheim
In Arbeit ist eine Empfehlungsfunktion für Communitys, über die Yiid einmal Provisionen aus deren Teilnehmerbeiträgen verdienen soll. Und schon grübeln Ripanti und sein Team am nächsten Ding: „Die Validierung von Identitäten auf Profilseiten ist gefragt, Yiid kann für Profile einen kostenpflichtigen Verify-Button einrichten und für Transparenz sorgen”, meint der Agenturchef, der acht von zehn Angestellten fürs neue Angebot einsetzt und jetzt dessen Ausgründung plant. „Yiid ist auch ein Rennen gegen die Zeit”, sagt er. „Wir möchten nicht, dass einmal ein Konkurrent mit mehr Geld an uns vorbeizieht.” Denn im Stillen träumt der Gründer von einer Yiid-Übernahme durch Google. So abwegig, wie es klingt, ist es nicht: Bald sollen, so Prognosen, nicht mehr die Suchmaschinen, sondern die sozialen Netzwerke die Wegbereiter im Internet sein. Google ist an Facebook beteiligt, knüpft neue mobile Netze – und könnte sich daher bald schon für einen Dienst wie Yiid interessieren.
Empfohlen von: Andreas Thümmler
Urteil von Juror Andreas Thümmler: „Yiid erlaubt die Verwaltung von Aktivitäten in sozialen Netzwerken und ermöglicht die Monetarisierung von Inhalten und Diensten auf Basis neuer Kontakte oder Leads.“
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