Sellaround
Social Commerce mit Widgets

Aus E-Commerce wird Social
Commerce: Gründer Adrian
Thoma
Das Social Web mit klassischem E-Commerce zu verbinden, ist das Ziel von Sellaround. Das Start-up ermöglicht mit seinen Social Selling Widgets jedem Nutzer, Produkte einfach über soziale Netzwerke zu verkaufen.
Werbe-Banner und Minishop in einem sind die Social Selling Widgets von Sellaround, die in sozialen Netzwerken oder Blogs verteilt werden können. Bei Facebook werden sie beispielsweise auf der Pinnwand des Verkäufers angezeigt und können so mit Freunden und Bekannten geteilt werden. „Das Erstellen der Widgets dauert nur wenige Klicks“, so Gründer Adrian Thoma (27), „und auch der Einkauf über diese Widgets ist sehr einfach und intuitiv.“ Der gesamte Verkaufsprozess findet direkt im Widget statt, Sellaround erhält für erfolgreiche Transaktionen eine Provision. Eine Besonderheit ist, dass die Produkte zusätzlich zum Weiterverkauf angeboten werden können, indem ein Nutzer das Angebot eines Verkäufers einfach auswählt und auf der eigenen Pinnwand teilt. Kommt auf diese Weise ein Verkauf zustande, erhält der Weiterverkäufer eine zuvor vom ursprünglichen Verkäufer festgelegte Provision.
„Wir wollten auch soziale Kanäle wie Facebook zum Verkauf nutzen“, erklärt Thoma. Eine Lösung, die Webshops eins zu eins in Facebook abbildet, erschien jedoch zu starr und nicht viral genug. Relativ schnell entstand das Konzept des Shops im Widget und mit Paypal hatte Thoma auch direkt den passenden Payment-Provider für das System an der Hand. „Durch die Möglichkeiten, die sich mit Sellaround bieten, wird der E-Commerce stark dezentralisiert und vereinfacht“, sagt Thoma.
Eckdaten

Adrian Thoma
- Gründung: Die Idee entstand im Frühjahr 2010, schon im Juli startete die Beta-Phase der Seite, die seit November vollständig nutzbar ist
- Geschäftsmodell: Verkaufen über Widgets, transaktionsbezogene Gebühren
- Mitarbeiter: 15
- Sitz: Stuttgart
Private Verkäufer können ebenso einfach Produkte zum Verkauf anbieten wie Unternehmen, die ihre Produkte nun ohne viel Aufwand im Social Web streuen können und so neue Zielgruppen erreichen. Dabei ist der Verkauf der verschiedensten Produkte denkbar. Thoma erwartet für sein Start-up gute Zukunftschancen: „Social Commerce ist auf dem Vormarsch und wird zum Megatrend und Sellaround ist von Anfang an mit dabei.“
Empfohlen von: Michael Backes
Urteil von Juror Michael Backes: „Die Zeit wird zeigen, ob das ‚Commerce anywhere‘-Modell aufgeht. Aber Sellaround wurde bereits von Paypal und anderen als eine Plattform entdeckt, die es jedem ermöglicht, ein Angebot auf mehreren Kanälen zu streuen, zum Beispiel in Facebook-Feeds. Eine eigene IT mit komplizierter Systemlandschaft ist dadurch nicht mehr notwendig.“
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