Plista

Werbung, Produkte, Inhalte weiterempfehlen und mitverdienen

Laase, Richter, Matyka
(v. li.): Mehr Interesse für
Inhalte und Produkte durch
gezielte Weiterempfehlungen

„Das könnte Sie ebenfalls interessieren“: Plista bietet den Betreibern von Webseiten ein Tool, mit dem sie Besucher auf weitere ihrer Inhalte aufmerksam machen oder auf andere Dienste und Werbung leiten können: Letzteres gegen Bezahlung, versteht sich.

„Display-Werbung ist tot, die schaut sich keiner an“, meint Dominik Matyka (36). Wer im Netz nach Inhalten sucht, lässt sich nicht von Logos, sondern von Empfehlungen leiten. So wirkt sogar Werbung. Weshalb Mehrfachgründer Matyka mit den Unternehmerkollegen Andreas Richter (27) sowie Christian Laase (28) Plista erfand und erneut durchstartete. Richter, der sich beim Musikdienst Last.fm als Programmierer mit Empfehlungsfunktionen beschäftigt hatte, entwickelte ein Tool, das nicht nur die Inhalte einer Site miteinander verlinkt, sondern auch mit denen anderer. Nebenbei sammelt es Daten über die Nutzer, die die Plista-Empfehlungen anklicken. „Plista“, definiert Matyka, „hat einen seitenübergreifenden Präferenzfilter, der nach individuellen Zielen auszusteuern ist.” Webseiten-Betreiber integrieren Plista gegen Lizenzgebühren, um Besucher länger auf ihrem Auftritt zu halten und so besser mit Werbung verdienen zu können.

Unter ihren Artikeln oder Bildern erscheint ein Kasten, der Nutzern weitere Inhalte zum Thema bietet. Erlauben die Publisher dem Trio zusätzlich die Verlinkung auf externe Inhalte oder sogar Werbeseiten, sparen sie sich die Lizenz und verdienen pro Klick oder Kauf mit. „Wer über Plista das Geld hereinholt, teilt mit   den anderen Beteiligten die Erlöse“, erklärt Matyka. Plista macht die Archive einer Website zugänglich, bietet aber zusätzlich noch ein Affiliate-Netz für Inhalte und Produkte.

Eckdaten

www.plista.com

Andreas Richter, Dominik Matyka, Christian Laase

  • Gründung 2008 aus der Software-Agentur
    5MM heraus. Online-Start nach Beta-
    Phase im März 2009
  • Geschäftsmodell: Vermarktung des Plista-
    Tools für Empfehlungen über Lizenzgebühren;
    Provisionen für die Generierung
    von Reichweite und Käufen
  • Nutzung: 150 Publisher, in der Mehrzahl
    Medienunternehmen, 100 Advertiser;
    Kampagnen erreichen zwischen 100.000
    und 10 Millionen Unique User
  • Mitarbeiter: 30
  • Finanzierung: Gründer; Draper Investment
    Company, Dumont Ventures, High-
    Tech Gründerfonds und Business Angel
  • Sitz: Berlin

Das interessiert Werbungtreibende, Händler, vor allem aber Medien, die Besucher dank Plista quer über ihre Dienste leiten. „Für die jetzt anstehende Internationalisierung sprechen wir mit weiteren Investoren“, meint Matyka. "Wir haben den Vorteil, dass wir mit einem Dutzend Verlagskunden arbeiten und mit ihnen erste regelmäßige Einnahmen erzielen." Er rechnet damit, dass Plista ab Sommer erste Gewinne ausweist.

Empfohlen von: Andreas Thümmler

Urteil von Juror Andreas Thümmler: „Plista etabliert ein neues und erfolgreiches Werbeformat für Publisher und Advertiser. Dieses leistet mehr als gewohnte Display-Werbung und bietet eine innovative Hilfe, um Sites und Produkte zu vermarkten.“

 

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